Published by Berlin, 1923
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Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Kein Einband. Condition: Befriedigend. 1. Auflage. Interessante Postkarte von 1923 aus Berlin. --- Mit Infla-Marke über 2 Milliarden Mark, abgestempelt am 19. November 1923. -- Die Rentenmarkt war bereits am 15. November 1923 eingeführt worden; bis Anfang 1925 war die Mark noch als Notgeld gültig (1 Milliarde Mark = 1 Rentenmark). --- Thema: Sport, wohl Handball (Jugendspiel). --- Mit Stempel der heute noch bestehenden Berliner Turn- und Sport-Vereinigung 1850 e.V. . Geschrieben von einem Mitglied dieses Vereins, dem Kaufmann und späteren Handball-Funktionär Ernst Soost (1902-1998), 1947 Gründungsmitglied und erster Rechtswart des Handball-Verbandes Berlin. 1963 erhielt er die Goldene Ehrennadel des Senats von Berlin für seine Verdienste um den Sport, 1978 wurde er DHB-Ehrenmitglied. Im Zivilleben war er Kaufmann (u.a. Geschäftsführer der Trans-Ozeanien-Speditions-Gesellschaft), nach dem 2. WK war er Hauptreferent im Magistrat von Berlin (Abteilung Verkehr und Betriebe) und Bezirksstadtrat). --- Datiert Berlin, den 19. November 1923. --- Gerichtet an einen Herrn Runge in Berlin in der Levetzowstraße ("16 oder andere Nummer"). --- Transkription: "Lieber Runge! Ich habe zum 25. ds. für unsere Knabenmannschaft ein Gesellschaftsspiel mit S.C.C. vereinbart. Es soll stattfinden in der Schönhauser Allee und zwar um 10 Uhr. S.C.C. ist um 9.30 draußen. Benachrichtige also, bitte, die Schüler und veranlasse auch, daß die kleinen Tore aus Karlshorst nach der Sch. A. geschafft werden. (Setze Dich mit Röhrig in Verbindung,) Auch um Sägespäne müßtest Du Dich kümmern. Mit Gruß Ernst Soost." --- Unter der angegebenen Absenderadresse Adresse Josephstr. 15 ist im Berliner Adressbuch sein Vater, der Postassistent Emil Soost verzeichnet. --- Format: 9,2 x 14,2 cm. --- Über seine Familie: Ernst Soost wurde am 19. Mai in Berlin als Sohn des Postboten Emil Soost und der Helene, geb. Müller geboren. Am 18. November 1930 heiratete er in Berlin die Schneiderin Käthe Ansbach (* 19. September 1906 in Berlin als Tochter des Buchdruckerei-Besitzers Ignatz Ansbach und der Gertrud, geb. Sorsky, gest. 1996 in Aurich), die von den nationalsozialistischen "Rassegesetzen" betroffen war. Die Ehe wurde 1940 geschieden. Ernst Soost starb am 4. Februar 1998 im Alter von 95 Jahren. --- Zustand: Karte gebräunt; Ecken leicht bestoßen. Signatur des Verfassers.