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  • Seller image for Feldpost-Brief FOURNES (Frankreich) 1914, Bataillonsarzt E. OHLMANN (IR Nr. 166) for sale by Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt)

    Eugéne Ohlmann

    Language: German

    Published by Fournes, 1914

    Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany

    Seller rating 5 out of 5 stars 5-star rating, Learn more about seller ratings

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    Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed

    US$ 41.99

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    Quantity: 1 available

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    Condition: Befriedigend. 1. Auflage. Feldpostbrief von 1914 aus Fonches. Fonches-Fonchette ist seit 1965 eine französische Gemeinde im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Dr. Ohlmann, Bataillonsarzt im III. Bataillon des Infanterie-Regiments ?Hessen-Homburg" Nr. 166, wendet sich an den Stabsarzt Wilhelm Stark (1864-1917), Chefarzt des Lazaretts in Bitsch (Lothringen). Bei Dr. Ohlmann handelt es sich um Dr. Eugen / Eugéne Ohlmann (geb. am 23. November 1873 in Hagenau, Elsass, gest. 10. Dezember 1944), seit 1911 Arzt in Bitsch, vorher und nachher Arzt und später Gemeinderatsmitglied in Hagenau. Er besuchte das Gymnasium in Hagenau und die Universität Straßburg (Dissertation 1902: "Über Metastasen der Vagina bei Carcinom des Uterus und der Ovarien und die Bedeutung des retrograden Transportes"). 1905 wurde er vom Assistenzarzt der Reserve zum Oberarzt befördert. Ein Sohn war Eugène Ohlmann, geboren am 23. Dezember 1914 in Hagenau, gest. am 25. März 1914 in Przemysl (zuletzt wohnhaft in Hagenau). Umfang: 12 beschriebene Seiten (17,8 x 13,5 cm). Anbei der originale Umschlag (postalisch gelaufen), mit Feldposstempel der 3. Infanterie-Division. Datiert "Fonches bei Nesles" (gemeint: Nesle), den 30. September 1914. Auszüge: "Lieber Herr College, Zunächst meinen innigsten Dank dafür dass Sie sich in so liebenswürdiger Weise meiner Frau angenommen haben; ich werde Ihnen das nicht vergessen. [?] Anscheinend hat man es mir verübelt, dass ich zum roten Kreuz keine grossen Summen gab; nun ich glaube es war für den 'lieben' Collegen Dierks leichter hier den freigebigen Mann zu spielen wenn man zunächst als 'ordinierender' Arzt täglich eine Menge Geld verdient und dabei seine und Praxis nebenbei versehen kann; dabei riskiert derselbe nicht wie unsereins täglich sein Leben. Ich dagegen musste eine blühende Praxis aufgeben, mache die ungeheuren Strapazen Tag u. Nacht mit und bin täglich in Lebensgefahr; dafür erhalte ich 310 Mk monatlich, also soviel wie der jüngste 18jährige Leutnant. [?] Als wir nach grossen Märschen in Lothringen per Bahn verladen wurden, kamen wir hier in die Gegend von St. Quentin; Nachts wurden wir ausgeladen u. kamen folgenden Tag schon ins Gefecht. Innerhalb 4 Tagen haben wir im ganzen nur 6 Stunden geschlafen. [?] An die Aufregungen der einschlagenden Granaten denke ich dabei gar nicht. Wie letztere wirken, können Sie sich vorstellen wenn ich Ihnen erzähle, dass vor 3 Tagen in meiner Nachbarschaft ca. 50 schwere 21 cm Granaten explodierten. Die am nächsten entfernte bohrte 2 m neben mir ein Loch in dem man ein Pferd begraben kann [?]. Vor 3 Tagen wurde Stabsarzt Hensen [[oder Heusen?]] von der Lungenheilanstalt Sonnenberg durch eine Granate mit seinem Oberst von den 97gern sofort getötet. [?] In einer Kirche in Erchen wurde einem eben vom Arzt verbundenen Soldaten durch eine einschlagende Granate der Schädel mitgenommen. Auch in Feldlazaratte schlagen die garstigen Dinger ein [?]. Was hier die Situation anbelangt so liegen wir bereits wieder an 4 Tage in verschanzten Schützengräben und es soll erst in einigen Tagen vorangehen [?]. Jedenfalls gibt es noch sehr schwere Verluste und harte Nüsse zu knacken bevor wir nach Paris kommen. [?] Hoffentlich geht es uns nicht wie dem armen Lt. Kluk{?}, der in 14 Tagen in Nancy Tango tanzen wollte und dem vorgestern eine Granate durch das Schutzschild des Maschinengewehrs doch die Brust zermalmte. [?] Dass Sie die Bahnvertretung übernommen haben freut mich; Sie erhalten von mir selbstredend das ganze Bahn u. Kassengehalt für die Zeit meiner Abwesenheit und auch im Übrigen wollen Sie nur für Ihr Conto meine Praxis verarzten, sowie Sie Zeit dazu haben [?]. Haben Sie viel Verwundete in Bitsch? Auf dem Durchzug durch Belgien sahen wir ganze Züge voll. Mit den wärmsten Grüssen an Sie und Ihre ganze lb. Familie verbleibe ich Ihr ganz ergebener u. dankbarer Dr. Ohlmann." --- Es folgt ein Nachtrag. Zustand: Papier etwas fleckig; der Umschlag schadhaft. Signatur des Verfassers.