Language: German
Published by Gmunden, 1873
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Condition: Befriedigend. 1. Auflage. Postkarte von 1873 aus Gmunden (Österreich). Der Handelsgärtner (Blumenhändler) und Kaufmann Ferdinand Weißker (1848-1923), ein Sohn des Juristen und Abgeordneten Otto Weißker (1808-1865), wendet sich an einen Freund, den Obergärtner Emil Ende (?) in Salzburg. Datiert Gmunden, den 21. Juli 1873. Betrifft u.a. den Tausch von Briefmarken. Signiert "mit bestem Gruße Ferdinand Weißker." Über den Verfasser: Victor Ferdinand Weißker wurde am 31. März 1848 in Tanna als Sohn des Juristen und Abgeordneten Otto Weißker (1808-1865) und der Friederike Wilhelmine, geb. Sieler (1811-1892) geboren und starb 1923. Am 26. September 1875 heiratete er Marie Bambule (geb. am 5. Februar 1846 in Platz, Bezirk Neuhaus in Böhmen als Tochter des Schmiedemeisters der Linzer Schiffswerfte Josef Bambule und der Elisabeth, geb. Deusch). Nach der Heirat lebte er in Agram (Zagreb); später lebte er in Linz. Kinder waren u.a.: -Marie Karoline Leopoldine Weißker (geb. am 6. November 1877 in Agram = Zagreb), die am 26. September 1900 den Linzer Kaufmann B.M. Sevcik heiratete -Martha Philippine Weißker (geb. am 23. Dezember 1880 in Agram) -Friederike Wilhelmine Weißker (geb. am 23. Oktober 1883 in Agram) -der Geschäftsleiter Ferdinand Josef Weißker (geb. am 24. November 1885 in Agram), der am 24. Dezember 1908 in Wien die Oratorien-Sängerin Maria Ludovica Klara Kunz heiratete, geboren am 25. Mai 1873 in Jünkerath (Rheinland-Pfalz) als Tochter des Eisenbahn-Ingenieurs Martin Kunz und der Ludovika, geb. Brück. Ganzsache (8,4 x 12 cm). Zustand: Stärker fleckig; rückseitig mit Montagespuren. Über seinen Vater (Quelle: wikipedia): Otto Clemens Weißker (geb. 11. November 1808 in Schleiz; gest. 1. April 1865 ebenda) war ein deutscher Jurist und Abgeordneter. Familie: Weißker war ein Sohn des Amtmanns in Schleiz Friedrich Christian Weißker (1781-1852). Weißker heiratete am 1. Oktober 1835 in Saalburg Friederike Wilhelmine Sieler (geb. 3. Dezember 1811 in Saalburg; gest. 6. Mai 1892 in Schleiz), die Tochter des Archidiaconus Johann Gottlieb Sieler in Saalburg. Der gemeinsame Sohn Heinrich Weißker (geb. 1854) wurde ebenfalls Abgeordneter. Leben: Weißker besuchte das Rutheneum und studierte nach dem 1826 abgelegten Abitur bis 1829 Rechts- und Staatswissenschaften in Jena. Nach dem Examen war er Akzessist beim Stadtrat in Schleiz. Ab dem 8. September 1830 war er Advokat und Notar in Schleiz. Im gleichen Jahr wurde er Senator beim Stadtrat von Schleiz und dort stellvertretende Stadtsyndikus. 1831 erhielt er die Zulassung als Advokat im Fürstentum Lobenstein-Ebersdorf und lebte 1831 bis 1841 als Advokat in Hirschberg. 1841 bis 1853 war er für die Verwaltung der Gerichtshaltereien in Frankendorf, Schilbach, Zollgrün, Pirk, Göritz und die Oberpfarrgerichte Tanna und Göttendorf zuständig. 1846 bis 1848 war er auch für das Oberpfarrgericht Crispendorf zuständig. Für diese Patrimonialgerichte siehe Gerichte in Reuß jüngerer Linie. Ab 1840 war er auch Stadt- und Kirchkastenschreiber in Tanna und ab 1844 Stadtrichter dort. In Tanna kam es zu Konflikten zwischen der Stadt und Weißker. Man warf ihm Erpressung und Zinswucher vor (die Untersuchung des Justizamtes Hohenleuben wurde 1848 ohne Beanstandungen eingestellt). 1848 legte er das Amt als Stadtrichter nieder. Grund war die Kürzung des Gehaltes von 366 auf 200 Taler und Weißkers Vorwurf, die Stadt habe die Durchführung der Löschung seines Hauses zögerlich betrieben. 1848 wurde er Stadtsyndikus in Schleiz. Ab dem 9. Juli 1853 war er Vorstand beim Justizamt Schleiz, 1. Abteilung mit dem Titel "Justizamtmann" (ab dem 23. Dezember 1860: Justizrat). Am 1. Juli 1863 wurde er Erster Rat beim Kreisgericht Schleiz mit dem Titel Kreisgerichtsrat. Bis Dezember 1861 war er Mitglied im Gemeinderat in Schleiz. Vom 1. Oktober 1857 bis zum 6. Dezember 1859 war er Mitglied im Landtag Reuß jüngerer Linie. Im Landtag war er vom 1. bis 5. Oktober 1857 interimistischer Schriftführer und dann Landtagspräsident. Signatur des Verfassers.