Published by Wien, Oktober bis November 1944., 1944
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4° und 8° (Papier gebräunt, gestempelt und mit hs. Anmerkungen). 1) "OT - Oberbauleitung Wien . Wien . den 12. Oktober 1944 . An den Polizei-Präsidenten als örtl. Luftschutzleiter . Trotz der Warntafeln die Sie bei allen Eingängen in den Augarten aufstellen liessen, strömen jedesmal bei Alarm Tausende Zivil-Personen in den Turm. Es ist ein unhaltbarer Zustand . Ich bitte Sie jetzt schon alle Vorkehrungen zu treffen, daß im Alarmfall oder besser gesagt, schon beim Ertönen des Kuckucks alle Zugänge des Augarten polzeilich gesperrt werden ." (1 Seite, unleserliche Unterschrift).- 2) ". Wien, den 4. November 1944. Betrifft: Benützung der Flaktürme im Augarten . An 'Der Polizeipräsident' Wien, zu Hd. d. Herrn Hepperle . dass der Flakturm bzw. der Augarten nicht abgespert ist, im Gegenteil bei Fliegeralarm strömen tausende von Menschen in den Flakturm ungehindert hinein. (1 Seite, Unterschrift: Grießler, Oberreichsleiter).- 3) "Schutzpolizei Abschnittskommando XV (Leopoldstadt). Betr.: Fernmündlicher Auftrag des Chefs des Stabes vom 8. 11. 44. an Kommandeur S. Ak. XV. Major d. Sch. Stoetzer. Bericht über Sicherheitsmassnahmen bei den Flaktürmen als Lu-Räume im Augarten . Ferner wurde festgelegt, dass am. 1.12.44 der Flakbunker seiner Bestimmung übergeben wird und daher von diesem Zeitpunkte an der Eintritt in den Flakturm unter keinen Umständen mehr gestattet ist. (2 Seiten).- 4) "Wien, den 25. November 1944. Kommando der Schutzpolizei. Betr.: Übelstände bei den Geschütztürmen im Augarten . Bei der Rundfunkmeldung 'Einflug Kärnten u.s.w.' verstärkt sich der Zustrom und beim Kuckucksruf beginnt eine Massenflucht zum Augarten und in die Türme. nach Erhebung betrug die Zahl der Schutzsuchenden im Geschützturm 8 - 10.000 und im Leitturm 3 - 4.000 Personen." (3 Seiten).