Search preferences
Skip to main search results

Search filters

Product Type

  • All Product Types 
  • Books (1)
  • Magazines & Periodicals (No further results match this refinement)
  • Comics (No further results match this refinement)
  • Sheet Music (No further results match this refinement)
  • Art, Prints & Posters (No further results match this refinement)
  • Photographs (No further results match this refinement)
  • Maps (No further results match this refinement)
  • Manuscripts & Paper Collectibles (No further results match this refinement)

Condition Learn more

  • New (No further results match this refinement)
  • As New, Fine or Near Fine (No further results match this refinement)
  • Very Good or Good (No further results match this refinement)
  • Fair or Poor (No further results match this refinement)
  • As Described (1)

Binding

  • All Bindings 
  • Hardcover (No further results match this refinement)
  • Softcover (No further results match this refinement)

Collectible Attributes

Language (1)

Price

  • Any Price 
  • Under US$ 25 (No further results match this refinement)
  • US$ 25 to US$ 50 (No further results match this refinement)
  • Over US$ 50 
Custom price range (US$)

Free Shipping

  • Free Shipping to U.S.A. (No further results match this refinement)

Seller Location

  • US$ 67.01

    US$ 48.79 shipping
    Ships from Switzerland to U.S.A.

    Quantity: 1 available

    Add to basket

    Vordruck-Formular (17.2 x 21.3 cm) mit lithogr. Standardformulierungen und eingesetzten handschriftlichen Vermerken. 1 Bl., ursprünglich doppelt gefaltet, leicht knittrig, schwach stockfleckig. Gesamthaft weitgehend sauberes, recht gutes Exemplar. Quittung des Gemeindeammanns (hs.:) ?der Gemeinde Nottwil? für ?Herrn Michael Achermann [.] in Oberkirch, von Nottwil?, darauf lautend, dass dieser die (Vordruck:) ?zu entrichtende Verehlichungsgebühr von zwanzig Franken zu Handen der Kriegskasse [!] bezahlt habe.? Hs. datiert ?Nottwil [den] 11ten Oktober 1857? und (unleserlich) signiert. Darunter in Vordruck ?Der Militärdirekor?, und hs. bestätigt ?Eingesehen, Luzern den 13. Octob. 1857?, stellvertretend signiert (hs.:)?für den Sekretär des Militär[departements?], J. H. [od. A.] Zurgilgen?, mit blauem Amtsstempel ?Militair Departement des Cantons Luzern? ? Volkskundlich und rechtshistorisch interessantes Dokument, dessen Bedeutung in einer von der Luzerner Obrigkeit beabsichtigten Regulierung und Limitierung der Eheschliessungen durch finanzielle Auflagen und Abgaben liegt (Zensus-Eherecht). Zumindest vom Ursprung her dürfte jedenfalls ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Heirat und zu leistendem Kriegs- oder Militärdienst bestanden haben: ?Während die Geburtenzahl bis Mitte des [18.] Jahrhunderts sinkt, steigt die Summe der Eheschliessungen [.]. [.] Möglicherweise trug [.] eine Anzahl Heiraten aus Scheu vor Kriegsdiensten zu diesem Anstieg bei. Das kontinuierliche Absinken der Eheschliessungszahlen gegen 1850 bis auf den Stand von Mitte des vorigen Jahrhunderts ist einesteils einer natürlichen Ausgleichsbewegung zum Heiratsboom der Jahrhundertwende, andernteils den intensivierten staatlichen Beschränkungen im Eherecht zuzuschreiben. Zwar gab es schon vor 1800 Gesetze, die Heiraten von Mittellosen zu verhindern suchten [.]. Das 19. Jahrhundert formulierte diese Bestimmungen präziser und schärfer [.]. Nach 1804 war die Bezahlung von 32 Franken (bzw. 64 Franken, wenn die Braut nicht Kantonsbürgerin war) in die Armenkasse Voraussetzung für eine Trauung. Zwei Jahre später musste sich der Bräutigam ausserdem über den Besitz der ?verordneten ordonnanzmässigen Militärkleidung und Bewaffnung? ausweisen [.]. Weitere Einschränkungen brachte das Jahr 1814 [.]. [.] Die aufgezählten Bestimmungen wurden 1835 nochmals mit allem Nachdruck bestätigt und dem Bräutigam überdies die Auflage gemacht, 20 Franken in die Militärkasse zu zahlen. [.] In Ermangelung zuverlässiger Daten über die Löhne und Lebenskosten vermögen wir zwar die Wirksamkeit dieser Einschränkungen nur ungenügend zu beurteilen, doch dürfte es nicht jedem Paar leicht gefallen sein [.] die Anforderungen zu erfüllen.? (H.-R. Burri, Die Bevölkerung Luzerns im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Luzern 1975, p. 56 f.). Sprache: de.