Language: German
Published by Albert Langen Verlag, 1920
Seller: ANTIQUARIAT FÖRDEBUCH Inh.Michael Simon, Eckernförde, Germany
gebundene Ausgabe. Condition: Befriedigend. 172 s. Fraktura, Einband leicht berieben, Rücken überklebt, Ränder bestoßen, Seiten leicht gebräunt LIEFERZEITEN / DELIVERY TIMES: DEUTSCHLAND 5 - 14 Tage EUROPA/EUROPE: 7 - 30 Tage/Days USA/WELTWEIT/WORLDWIDE: 14 - 60 Tage/Days (!!!) +++ Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 450.
Language: German
Published by Berlin, Ullstein ohne Jahr.
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First Edition
Originalpappband. 21cm. Condition: Gut. ERSTAUSGABE. , o. Jahr 235 Seiten, Originalhalbleinen mit schöner Deckelillustration von Hans Windisch. Einband mit leichten Gebrauchsspuren. Die Seiten papierbedingt etwas gebräunt, der Seitenunterschnitt leicht fleckig, die oberen Deckelecken nur ganz leicht bestoßen. Sonst gutes Exemplar der ERSTAUSGABE. - Selten. ( wir bieten zahlreiche Titel aus diesem Sachgebiet auf unserer HP an - we offer a lot of titles in this field on our website ) Zu GODWIN vgl. ausführlich WIKIPEDIA : Kindheit und Familie Catherina Godwin wurde unter dem Namen Emmie Clara Studemund am 12. Mai 1884 in Straßburg geboren[1][2]. Sie war die jüngere von zwei Töchtern des Altphilologen Wilhelm Studemund (18431889) und dessen zweiter Ehefrau Marie Wurster (18581941). Der Chemiker Casimir Wurster (18541913) war ihr Onkel. Emmie Studemund wuchs in Straßburg und Breslau auf. Am 23. November 1905 heiratete sie den kolumbianischen Arzt und späteren Universitätsprofessor Jorge Vargas Suárez (18741935). Die Ehe scheiterte jedoch nach nicht einmal zwei Jahren, und Vargas-Suárez kehrte nach Kolumbien zurück.[1] Die Ehe wurde nicht geschieden, und Catherina Godwin unterzeichnete Dokumente und persönliche Briefe zeitlebens mit Emmy de Vargas. Literarische Anfangszeit in München Catherina Godwins Erstlingswerk Begegnungen mit Mir, Hyperionverlag, München 1910 Im Jahr 1908 zog Emmie de Vargas Studemund nach München und begann eine künstlerische Ausbildung als Malerin. 1909 lernte sie den Verleger Hans von Weber kennen, der sofort beschloss, ihr Erstlingswerk Begegnungen mit Mir zu verlegen, eine Sammlung literarischer Skizzen, die ihre Liebe und andere Lebensereignisse thematisieren. Das Buch erschien unter dem Pseudonym Catherina Godwin und wurde in intellektuellen Kreisen zu einem beachtlichen Erfolg, von der Kritik gleichermaßen heftig gelobt und verrissen. Mehrere Rezensenten verglichen die Verfasserin mit dem österreichischen Autor Peter Altenberg[3].[4] Neben ihrem freizügigen Schreibstil und scharfen Verstand erregten vor allem Catherina Godwins Schönheit und ihr platinblondes Haar immer wieder Aufsehen und machten sie schnell in der Schwabinger Bohème bekannt. Eines von nur zwei bekannten Bildern der Autorin, eine Portraitzeichnung von Leo Putz, schmückte 1913 die Titelseite der Zeitschrift Jugend.[5] Catherina Godwin pflegte Kontakt zu vielen prominenten Akteuren des literarischen und künstlerischen Lebens, darunter die Familien von Thomas Mann und Heinrich Mann sowie Gustav Meyrink, Artur Kutscher, Hans Ludwig Held, Roda Roda, Bruno Frank, Frank Wedekind, Kasimir Edschmid, vor allem aber Carl Georg von Maassen (18801940), mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verband. Erich Mühsam, der über längere Zeit in derselben Pension wie die Autorin lebte, erinnert sich in seinen Unpolitischen Erinnerungen: Frauen, die als Persönlichkeiten von eigenem Wert in unsrer Gesellschaft verkehrten, wie die geistvolle schöne Catherina Godwin, konnten es wahrhaftig an Intelligenz und kritischem Blick mit manchem Mann von klingendem Namen aufnehmen. Erich Mühsam: Unpolitische Erinnerungen. Kapitel 20: Rummelplätze des Geistes. Berlin, Vossische Zeitung 19271929. 1912 erschien Catherina Godwins zweites Buch, Das nackte Herz. Es wurde von der Kritik größtenteils wohlwollend besprochen. In der Folge konnte sich Catherina Godwin auch als Verfasserin von Kurzgeschichten, Essays und Rezensionen fest im literarischen Leben etablieren. Ihre Beiträge erschienen in Kunst-, Kultur- und Literaturzeitschriften wie Jugend, Simplicissimus, Das Forum und März sowie in zahlreichen Tageszeitungen. Als das Forum im Kriegsjahr 1915 auf Veranlassung des Kgl. Bayer. Kriegsministeriums sein Erscheinen einstellen musste, erklärte sich Catherina Godwin gemeinsam mit 40 weiteren prominenten Unterzeichnern in der Berliner Wochenschrift Die Aktion mit dem Herausgeber Wilhelm Herzog solidarisch. Ab 1917 führte Catherina Godwin einen literarischen Salon, in dem die Schwabinger Literaturbohème verkehrte.[6] Die Zwanzigerjahre In den 1920er Jahren war Catherina Godwin eine über den deutschen Sprachraum hinaus anerkannte Autorin. 1920 erschien ihr drittes Buch, Die Frau im Kreise, erneut im mittlerweile an Kurt Wolff übergegangenen Hyperion-Verlag. In den Folgejahren erschienen Beiträge von ihr in italienischer, slowenischer und polnischer Sprache. 1924 übersetzte Sándor Márai ihren Roman Die Brendor AG ins Ungarische.[7] Ihre Modekolumnen, Literaturkritiken, zeitkritischen Essays und Kurzgeschichten erschienen im Simplicissimus, im Zwiebelfisch, in Scherls Magazin, in der Güldenkammer, in der Jugend, im März, im Uhu, in den Weissen Blättern, in der Bunten Truhe, im Zwinger, im Styl sowie in dem frivol-erotischen Magazin Der Reigen.[1][8][9][10][11] Weitere Bücher von Catherina Godwin erschienen von 1922 bis 1927 in rascher Folge bei verschiedenen Verlagen. Ihr letztes Buch, Das Hotel der Erfüllung, erschien 1927 bei Ullstein in einer Auflage von 130.000 Exemplaren.[1] Darüber hinaus nutzte sie ihre finanzielle Unabhängigkeit für ausgiebige Auslandsreisen. Für große Blätter wie die Frankfurter Zeitung, die Münchner Neuen Nachrichten und das Berliner Tagblatt berichtete sie aus Jugoslawien, Ägypten, Kleinasien, Holland, Belgien, Spanien und Marokko. Fotografien von ihrer Reise nach Teneriffa 1925 fanden Eingang in die wissenschaftliche Literatur. Catherina Godwins letzte größere Veröffentlichung, die Novelle Hyazinth, erschien 1929 in Velhagen & Klasings Monatsheften. Anfang der 1930er Jahre verschwindet die Autorin vollständig aus dem Literaturbetrieb, nach 1931 sind keine neuen Publikationen von ihr bekannt.[1] Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 300.