Published by Hamburg, Überlingen und Karlsruhe, 1920
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Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Kein Einband. Condition: Befriedigend. 1. Auflage. Vier eigenhändige, signierte Postkarten des preußischen Generalleutnants Hermann von der Heyde (1857-1942). --- Geschrieben während einer Reise. --- Gerichtet an seine Ehefrau Agnes von der Heyde, geb. von Scholten (1862-1947) in Schleswig. --- Dreimal signiert mit "Dein Herrmann"; einmal mit "Euer treuer Gatte u. Vater." --- Datiert Hamburg, den 18. Oktober 1920, Überlingen, den 20. Oktober 1920 sowie Karlsruhe, den 24. und 26. Oktober 1920. --- Die erste und die letzte Karte geschrieben mit Bleistift; die anderen mit Tinte. --- Er erwähnt seine Tochter Aggie von der Heyde (* 17. März 1890), den General Max von Sieg (1859-1937), bei dem er in Karlsruhe wohnt. --- Auszüge: --- Aus Hamburg: "Habe dort [[in Poppenbüttel]] den alten Herrn Lüders u. Martha getroffen. [.] Felix geht es nicht gut, hatte infectiöse Gelbsucht, die das Herz angegriffen hat. [.] Im Hospiz bestelle ich zum 1.11. ein Zimmer für uns beide, [.] Dein Herrmann." --- Aus Überlingen: "Bin glücklich u. rechtzeitig hier angekommen von Mutter Thomsen u. Gretl auf der Bahn in Empfang genommen worden. [.] Ruth Pfeiffer teilte ich von Hannover aus meine Absicht mit am 1.11. vorzusprechen. [.] In Karlsruhe werde ich beim General der Inf. Max v. Sieg Moltkestr. 3 wohnen. [.] Dein Herrmann." --- Aus Karlsruhe: "Wie ist Aggie eigentlich zur Anschrift Hermannstr. gekommen? Ich wohnte Friedrichstr., aber beide Hospize stehen unter gleicher Leitung. Das Hospiz Friedrichstr. war das frühere Hotel Kontinental, in dem ich 1913 gewohnt habe, ich glaube fast im selben Zimmer. [.] In Hamburg im Hospiz mußt Du die Sache sicher deichseln, meine geliebtes Frauchen. damit es keine Verwirrung gibt, ich ein 2 schläfriges Zimmer zum 1.11. bestellt, daß uns das auch gesichert bleibt. Hoffentlich hat das Verstauen der Kohlen Aeggie nicht zu viel Mühe gemacht. Ist das Iltisfell zum Kirschner gekommen? [.] Von Sieg's sehr liebenswürdig aufgenommen, ging mit der ganzen Familie nach dem Kaffee spazieren im Schloßpark u. der Kaiserstr. [.] Habe [.] meinen Vortrag für Husam umgearbeitet u. werde ihn auf den Eisenbahnfahrten ausweniglernen. [.] Euer treuer Gatte u. Vater. [.] Gestern auf der zwanglosen Vereinssitzung traf ich den Schwager von Andrae Prof. Dr. Frommershausen{?} aus Marburg, wir sprachen natürlich auch von Axel, der nach Angabe des Professors in Flensburg sein sollte. [.] Mit den herzlichsten Grüßen für Dich u. Aggie Dein Hermann." --- Zustand: Karten fleckig und berieben, mit kleinen Eckknicken. Über Hermann von der Heyden (Quelle: wikipedia): Hermann Heinrich Sigismund von der Heyde (* 21. Mai 1857 in Woiska, Kreis Tost; 22. Februar 1942 in Bad Homburg vor der Höhe) war ein preußischer Generalleutnant im Ersten Weltkrieg. Leben: Familie: Hermann war ein Sohn des Oberstleutnants a. D. Friedrich Heinrich von der Heyde (1816-1900) und dessen Ehefrau Laura von der Heyde (1831-1875). Er heiratete am 24. September 1887 Agnes von Scholten (* 27. Juli 1862; 9. Dezember 1947), mit der zwei Kinder hatte: Aggie (* 17. März 1890) Heinrich-Sigismund (* 5. Juli 1891) Militärkarriere: Am 8. Februar 1890 wurde Heyde aus dem Kadettenkorps als charakterisierter Portepeefähnrich dem Infanterie-Regiment von Manstein" (Schleswigsches) Nr. 84 der Preußischen Armee überwiesen. Er avancierte am 17. Oktober 1876 zum Sekondeleutnant, am 22. März 1887 zum Premierleutnant und am 29. März 1892 zum Hauptmann. Als solcher wurde er am 14. November 1895 zum II. Seebataillon, am 17. Dezember 1897 zum III. Seebataillon und am 7. Februar 1899 zurück zum II. Seebataillon versetzt. Am 9. Juli 1900 wurde Heyde in das 3. Ostasiatische Infanterie-Regiment versetzt und am 6. Juni 1901 zum Major (ohne Patent) befördert und als solcher zum Bataillonskommandeur ernannt. Mit diesem Regiment nahm er an der Niederschlagung des Boxeraufstands teil. Signatur des Verfassers.