Language: German
Published by Meißen, 1880
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Postkarte von 1880 aus Meißen. Der Unternehmer Julius von Graba (1835-1922), der 1876 die Metallwarenfabrik von Julius von Graba in Niederfähra (Meißen) gründete (später: Graba- und Schregerwerke), wendet sich an Jacob Mehne in Schandau. Später war Julius von Graba Aufsichtsrat der Cartonagen-Industrie AG Loschwitz. Datiert Meißen, den 6. Juli 1880. --- Mit Poststempel vom selben Tag aus Cölln an der Elbe (heute Stadtteil von Meißen). Transkription: "Mit der mir durch Postanweisung gesandten M 191,88 Pf. habe ich Ihr werthes Conto dankend beglichen und zeichne Ihren erneuten Aufträgen mit Vergnügen entgegensehend hochachtungsvoll v. Graba." Mit Absenderstempel "Julius von Graba // Meissen" auf der Adressseite. 5-Pfennig-Ganzsache (9,3 x 14 cm). Über den Verfasser: Julius Heinrich von Graba wurde am 19. Februar 1835 in Kiel als Sohn des königlich dänischen Justizrats und Färöer-Forschers Carl Julian von Graba (1799-1874) und der Wilhelmine Louise Friederike, geb. Christensen (1808-1887) geboren und starb am 31. Juli 1922 in Dresden. Am 30. April 1861 heiratete er in Duisburg Antonie Louise Paulus, geboren am 11. April 1836 in Duisburg als Tochter des Hauptsteueramt-Rendanten Isaak Paulus (1800-1867) und der Elisabeth Wilhelmine, geb. Maaßen (1802-1880), gestorben am 10. Januar 1910 in Dresden. Töchter waren u.a.: -Constanze Anna Karoline Paula Reichel, geb. von Graba (geb. am 15. November 1863 in Duisburg, gest. am 8. Oktober 1945 in Dresden), die am 4. Mai 1889 in Cölln an der Elbe den Oberjustizrat Dr. iur. Robert Sigismund Reichel (1854-1929) heiratete -Anna Julie Henriette von Graba (geb. am 13. Juli 1866 in Wesseling, unverheiratet gestorben am 20. März 1943 in Dresden) -die Malerin Helene Wilhelmine Marie Kleinert, geb. von Graba (geboren am 26. März 1871 in Köln-Ehrenfeld, gest. am 17. Oktober 1946 in Krieschendorf), die am 4. Januar 1896 in Cölln an der Elbe den Rechtsanwalt Dr. iur. Maximilian Carl Ernst Kleinert geheiratet hatte. --- Ihre Tochter Renate Kleinert (geb. am 10. April 1903 in Leipzig; gest. 1996 in Frankfurt am Main) heiratete den Architekten, Grafiker, Kunsthistoriker und Hochschullehrer Stephan Hirzel (1899-1970) -Helene von Jacobs, geb. von Graba (geboren am 17. Januar 1874 in Düsseldorf, gest. am 6. Februar 1953 in Halle), die am 30. April 1896 in Cölln an der Spree den Kaufmann und kgl. preuß. Hauptmann der Landwehr Heinrich Friedrich Ludwig von Jacobs heiratete, geboren am 27. März 1867 in Potsdam, gest. am 18. Juli 1928 auf dem Rittergut Stennewitz in Landsberg in der Warthe. Kinder von ihr waren Charlotte Antonie Marie Wolter, geb. von Jacobs (geb. am 21. Februar1899 in Cölln an der Elbe), Gattin des Kaufmanns und Leutnants Rudolf Wolter, und der Kaufmann Friedrich Julian Heinrich von Jacobs (geb. am 5. August 1900 in Meißen), Gatte von Annemarie Susanne von Jacobs, geb. Brode (geb. am 23. Juni 1903 in Zanzibar, gest. 1989) Zustand: Papier gebräunt; mit Eckknick und Stempeldurchdruck; der Kartentext steht "auf dem Kopf". Über die Graba- und Schregerwerke (Quelle: Stadtwiki Meißen): Die Graba- und Schregerwerke, vormals ?Metallwarenfabrik von Julius Graba", war eine Fabrik der metallverarbeitenden Industrie in Niederfähre an der heutigen Zscheilaer Straße Nr. 45. Geschichte: Der Unternehmer Julius von Graba [.] gründete hier am 5. Oktober 1876 die ?Metallwaarenfabrik von Julius Graba". Neben der Lampenherstellung wurden in der Fabrik auch Gebrauchsgegenstände für das Militär gefertigt. Man kaufte von den Jacobiwerken im Triebischtal eine Tiefziehpresse und stellte später auch gestanzte Dosen her. Im Frühjahr 1886 kaufte v. Graba vom Ziegeleibesitzer Rudolph ein Grundstück in Niederfähre und errichtete dort ein Fabrikgebäude. Am 6. Oktober 1886 begann man dort zunächst bedruckte einfarbige und später auch mehrfarbige Dosen mit ca. 30 Arbeitskräften herzustellen.