Condition: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present.
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Gebundene Ausgabe. Condition: Gut. Schutzumschlag berieben 20785 (P) Sprache: Deutsch.
Language: German
Published by Copress-Verlag, München, 1968
Seller: Antiquariat D. Gorodin, Freiburg, Germany
Hardcover. Condition: Gut erhalten. Dust Jacket Condition: Guter Umschlag. 222 S.
Broschiert. Condition: Gut. 186 Seiten; Das hier angebotene Buch stammt aus einer teilaufgelösten wissenschaftlichen Bibliothek und trägt die entsprechenden Kennzeichnungen (Rückenschild, Instituts-Stempel.). der Buchzustand ist ordentlich und dem Alter entsprechend gut. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 280.
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Published by Copress-Verlag, München, 1968
Seller: Antiquariat Hans Wäger, Werther, Germany
Leinen. Condition: gut. - Mit Schutzumschlag und 16 Bildtafeln -signiert- In deutscher Sprache. 222 S. + 16 Bildtafeln pages. 20,5 x 13.
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Condition: New. pp. 192.
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US$ 69.93
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FOTO, EIGENHÄNDIG SIGNIERT (Presse-GF, als Spielleiter).
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
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Trägermaterial. Condition: Gut. Großformatiges Trägermaterial mit aufmontierten Zeitungsausschnitten von Erhard Keller bildseitig mit blauem Stift signiert /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um e.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Trägermaterial. Condition: Gut. Großformatiges buntes Trägermaterial mit aufmontierten Zeitungsausschnitten von Erhard Keller bildseitig mit blauem Stift signiert, Zeitungsuasschnitte etwas beschädigt /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfal.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
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Trägermaterial. Condition: Gut. Großformatiges Blatt mit aufmontierten Zeitungsausschnitten von Erhard Keller bildseitig mit schwarzem Stift signiert /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Ze.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Faltkarte. Condition: Gut. Albmblatt mit aufmontierten Zeitungsausschnitten von Erhard Keller bildseitig mit blauem Stift signiert, umseitig Spuren der Albummontage. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Faltkarte. Condition: Gut. Faltkarte mit aufmontierten Zeitungsausschnitten von Erhard Keller bildseitig mit schwarzem Stift signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekun.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Postkarte von Erhard Keller bildseitig mit blauem Kuli signiert. /// (Mehrere Exemplare von diesem Motiv vorrätig) /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehnt.
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Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
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Echtfoto. Condition: Gut. Großformatiges Druckerfoto ca A5 von Erhard Keller bildseitig mit schwarzem Edding signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde schlug. Kell.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Echtfoto. Condition: Gut. Großformatiges Druckerfoto ca A5 von Erhard Keller bildseitig mit schwarzem Edding signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde schlug. Kell.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Blanko-Postkarte mit aufmontiertem Zeitungsfoto von Erhard Keller bildseitig mit blauem Kuli signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde sc.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Blanko-Postkarte mit aufmontiertem Zeitungsfoto von Erhard Keller bildseitig mit blauem Kuli signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde sc.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Blanko-Postkarte mit aufmontiertem Zeitungsfoto von Erhard Keller bildseitig mit blauem Kuli signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde sc.
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Blanko-Postkarte mit aufmontiertem Zeitungsfoto von Erhard Keller bildseitig mit blauem Kuli signiert. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Erhard Keller (* 24. Dezember 1944 in Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Eisschnellläufer und zweifacher Olympiasieger über die Sprintdistanz 500 Meter. Keller begann seine internationale Laufbahn Mitte der 1960er Jahre und stellte 1967 den Weltrekord über 500 Meter ein, als er die Distanz in 39,5 Sekunden lief. Im weiteren Verlauf seiner Karriere verbesserte er die Weltbestzeit auf seiner Spezialstrecke mehrmals bis auf 38 Sekunden. Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble feierte Keller den ersten Eisschnelllaufolympiasieg eines deutschen Mannes und konnte diesen Erfolg vier Jahre später in Sapporo wiederholen - zwischenzeitlich war er 1971 auf seiner Heimbahn in Inzell zudem Sprintweltmeister geworden. Anschließend startete Keller einige Jahre lang als Profi und trat in den 1970ern zudem als Fernsehmoderator (Spiel ohne Grenzen) in Erscheinung. Der promovierte Zahnarzt prägte über Jahrzehnte, auch als TV-Experte bei Olympischen Spielen, das Bild des deutschen Eisschnelllaufs und wurde 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die ersten Schlittschuhe erhielt Keller bereits zu seinem fünften Geburtstag. Verstärkt wurde sein Interesse am Eislaufen aber erst, als die Familie 1954 aus dem schwäbischen Günzburg nach München zog und sich in der Nähe des Prinzregentenstadions niederließ. Einige Jahre später[A 1] trat er dem Münchener Eislauf-Verein bei und trainierte fortan regelmäßig. Schnell konnte er Erfolge bei regionalen Meisterschaften feiern und wurde Münchner Meister 1962. Für Olympia 1964 verpasste der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Keller die Qualifikation aber deutlich: Über 500 Meter lief er statt der geforderten 43 Sekunden lediglich eine Zeit von 44 Sekunden; auf den anderen Strecken war er noch deutlich weiter von der internationalen Spitze entfernt.[1] Das Eisstadion Inzell Mitte der 1960er Jahre 1965 erregte Keller - mit einer Zeit von 42,9 Sekunden mittlerweile bester deutscher Eissprinter, aber weiterhin nicht in Nähe der internationalen Bestzeiten - die Aufmerksamkeit des Inzeller Sportfunktionärs Ludwig Schwabl, der im gleichen Jahr erster Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft wurde. Schwabl ermöglichte Keller den Umzug nach Inzell, wo der Athlet fortan mit dem DEC Inzell/Frillensee trainierte. Inzell entwickelte sich in den 1960er Jahren zur ?Wiege einer deutschen Eisschnelllauf-Generation?[2], als deren Betreuer der Norweger Thormod Moum diente. Moum hatte bereits in seinem Heimatland Erfolge als Trainer eingefahren und verfolgte mit der Gruppe um Keller und die erfahreneren Günter Traub und Gerhard Zimmermann ein ambitioniertes, auf sogenannten Imitationsübungen basierendes Programm. Dabei trainierten die Sportler insbesondere die für das Eisschnelllaufen typische Hockstellung intensiv.[3] Die Mannschaft profitierte in starkem Umfang von der neu gebauten, im Dezember 1965 eröffneten 400-Meter-Kunsteisbahn in Inzell. Das ebenflächige Eis dieser Bahn erlaubte wesentlich schnellere Zeiten als die zuvor existierende Natureisbahn: Keller verbesserte den deutschen Rekord bereits beim Eröffnungsrennen auf 41,3 Sekunden. Noch im gleichen Winter trat der 21-Jährige bei internationalen Wettbewerben erstmals gegen die weltweit besten Eisschnellläufer an, darunter den 13 Jahre älteren Russen Jewgeni Grischin, den Keller als Vorbild ansah. Der Deutsche traf Grischin im Januar 1966 im Rahmen der Trofeo Alberto Nicolodi in Madonna di Campiglio, bei der er über 500 Meter den dritten Rang beim Sieg des Russen belegte und über die sonst von ihm seltener gelaufene Mitteldistanz 1500 Meter sogar in Weltjahresbestzeit gewann. In seiner Autobiographie erinnert sich Keller daran, dass Grischin anschließend lobend auf ihn zukam und ihm weitere Trainingshinweise gab, was eine längere Freundschaft der beiden begründete.[4] Ein erster Karrierehöhepunkt war die Teilnahme an der Mehrkampf-WM 1966. Über seine Spezialdistanz 500 Meter belegte Keller dort den dritten Rang, während er auf den anderen Strecken keine Rolle spielte. In der vorolympischen Saison 1966/67 verbesserte Keller seine Leistungen über 500 Meter erneut und lief in zahlreichen Wettkämpfen auf der Inzeller Heimbahn Zeiten von unter 41 Sekunden. In Madonna di Campiglio zeigte er auch über 1500 Meter ein starkes Rennen und verpasste den von Ard Schenk gehaltenen Weltrekord nur um eine halbe Sekunde. Währenddessen rückten die Olympischen Winterspiele von 1968 stärker in den Fokus der Athleten: Bei den Probewettkämpfen am Olympiaort Grenoble zeigte sich Keller mit den Rahmenbedingungen - Sand und Schmutz auf der Kunsteisbahn - und seiner eigenen Leistung aber unzufrieden. Auch die Weltmeisterschaft 1967 verlief für die deutsche Mannschaft, in die Keller wegen grippebedingter Ausfälle kurzfristig berufen worden war[A 2], ?wenig ersprießlich?[5]; über 500 Meter erreichte der Münchner den unbefriedigenden neunten Rang. Auch wenn Keller zum Ende der Saison in Inzell den Deutschen Rekord erneut auf 40,1 Sekunden verbesserte, zählte er somit ein Jahr vor Olympia nicht zu den unmittelbaren Favoriten auf olympisches Gold. In der Vorbereitung auf die Spiele in Grenoble gehörte Keller mit weiteren Athleten (etwa dem ebenfalls aus München stammenden Herbert Höfl) dem Spezialsprinterteam an und konzentrierte sich unter Anleitung von Thormod Moum allein auf die 500-Meter-Strecke. Kurz vor dem Jahreswechsel 1967/68 stellte er bei einem internationalen Wettkampf in Inzell den fast fünf Jahre alten Weltrekord von Jewgeni Grischin mit einer Zeit von 39,5 Sekunden ein. Einen Monat später, am 28. Januar 1968, bestätigte er seine Topform, als er - abermals in Inzell - im direkten Duell mit dem Japaner Keiichi Suzuki den Weltrekord um drei Zehntelsekunden verbesserte, wobei er Suzuki, der ebenfalls unter dem alten Weltrekord blieb, nur um eine Zehntelsekunde sc.