Published by Franklin Bibliothek, Ottobrunn bei München, 1985
Seller: Versandantiquariat Abendstunde, Ludwigshafen am Rhein, Germany
Leder. Condition: gut. Sonderausgabe. Fadengehefteter blauer Ganzledereinband mit reicher Rücken- und Deckelgoldprägung, goldgeprägtem Rückentitel, drei Schmuckbünden, dreiseitigem Echtgoldschnitt, farbigen Moireevorsätzen und farbigem seidenem Leseband. Der Kopfschnitt dezent berieben (s. Foto), ansonsten in sehr gutem Erhaltungszustand. "Die Illustrationen von Maurits Ernest Houck wurden zuerst 1966 vom Verlag Fògula, Turin veröffentlicht. Die Textauswahl wurde von Petra Munte vorgenommen. Die Textgestalt folgt der Ausgabe von Friedrich Beißner und Jochen Schmidt, die 1969 in Frankfurt erschienen ist." (Verlagstext) Inhalt: GEDICHTE / HYPERION oder der Eremit in Griechenland: Erster Band; Zweiter Band; Fragment von Hyperion. / DER TOD DES EMPEDOKLES: Erste Fassung; Zweite Fassung; Dritte Fassung; Pläne und Grundlegung des Trauerspiels: Frankfurter Plan; Grund zum Empedokles; Plan der dritten Fassung; Entwurf zur Fortsetzung der dritten Fassung. / Nachwort. / Verzeichnis der Gedichtanfänge und Gedichtüberschriften. Johann Christian Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, Herzogtum Württemberg; gestorben 7. Juni 1843 in Tübingen, Königreich Württemberg) war ein deutscher Dichter, der zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit zählt. Sein Werk lässt sich innerhalb der deutschen Literatur um 1800 weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen. Hölderlins Poesie, die heute unbestritten als ein Höhepunkt der deutschen und abendländischen Literatur gilt, war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Ausgabe der 1826 erschienenen Gedichte immerhin unter Schriftstellern nicht unbekannt. Begeisterung erregte er unter den Anhängern der Heidelberger Romantik, besonders Clemens Brentano und Achim von Arnim, die in einigen Ausgaben ihrer Zeitung für Einsiedler Hölderlins Gedichte abdruckten. Ersterer bekannte, dass Hölderlin "sein höchstes Ideal" sei. Joseph Görres erinnerte 1804 in seiner Zeitschrift Aurora an den Dichter und lobte ein Jahr später den Roman Hyperion. Wilhelm Waiblinger, der Hölderlins Roman in seinem Phaeton nachahmte, verfasste 1827/28 die erste Biographie Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn. Nach 1848 wurde sein lyrisches Werk aber weitgehend ignoriert; Hölderlin galt als junger romantischer Melancholiker und bloßer Nachahmer Schillers. Friedrich Nietzsche aber schätzte ihn hoch; Motive seiner Kritik an einem vereinseitigt apollinischen Bild der griechischen Kultur gehen auf Hölderlin zurück. Die große Nachwirkung im 20. Jahrhundert setzte mit Stefan George ein; die wissenschaftliche Erschließung begann im Jahr 1910 mit der Dissertation von Norbert von Hellingrath, in welcher der Stil des Hölderlinschen Spätwerks und die Eigenart seiner Übersetzungen aus Pindar erstmals in adäquater Weise beschrieben wurden. Abseits einer eher konservativen oder deutsch-nationalistischen Hölderlin-Rezeption haben sich auch dezidiert linke Leser mit dem Dichter beschäftigt. Dazu zählen neben Georg Lukács und Peter Weiss auch Anarchisten wie Gustav Landauer und Rudolf Rocker. Obwohl Hölderlins hymnischer Stil in der deutschen Literatur einmalig geblieben ist, hat seine prägnante und häufig fragmentarische Lyrik tiefgehenden Einfluss auf die Poesie z. B. von George, Heym, Trakl, Celan, Bachmann und auf viele weitere - von jüngeren Autoren etwa Gerhard Falkner - ausgeübt. Seine patriotischen Gedichte (etwa die Ode Der Tod fürs Vaterland) waren während der Zeit des Nationalsozialismus und der beiden Weltkriege besonders populär. Ihr freiheitlich-republikanischer Hintergrund wurde in dieser Zeit jedoch verschwiegen. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 5Bl., 435, (3) pages. Groß 8° (157 x 240mm).
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Leder. Condition: neuwertig. Sonderausgabe. Fadengehefteter roter Ganzledereinband mit reicher Rücken- und Deckelgoldprägung, goldgeprägtem Rückentitel, drei Schmuckbünden, dreiseitigem Echtgoldschnitt, farbigen Moireevorsätzen und farbigem seidenem Leseband in sehr gutem Erhaltungszustand. Der Text der in dieser Ausgabe enthaltenen "Dramen von Franz Grillparzer" ist den Bänden I und II Der "Sämtlichen Werke" entnommen, die 1960 und 1961 von Peter Frank und Karl Pörnbacher in München herausgegeben wurden. Die Auswahl der Dramen wurde von Petra Munte vorgenommen. Inhalt: Medea / König Ottokars Glück und Ende / Des Meeres und der Liebe Wellen / Der Traum ein Leben / Weh dem, der lügt! / Ein Bruderzwist in Habsburg. Franz Seraphicus Grillparzer (* 15. Jänner 1791 in Wien; gestorben 21. Jänner 1872 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem als Dramatiker hervorgetreten ist. Aufgrund der identitätsstiftenden Verwendung seiner Werke, vor allem nach 1945, wird er auch als österreichischer Nationaldichter bezeichnet. Grillparzers Werk und Leben sind Inbegriff der altösterreichischen Problematik zwischen Vereinigung von leidenschaftlicher Phantasie und menschenscheuem Raunzertum, von Traumgewalt und Wirklichkeitsangst beziehungsweise Opposition und Konservatismus. Er litt am Regime des österreichischen Staatskanzlers Metternich und fürchtete zugleich die Revolution. Er wollte die buntscheckige Habsburgermonarchie mit ihrer unbestechlichen Bürokratie bewahren und ahnte den aufkommenden Nationalismus. Er erkannte die Brüchigkeit des Staatssystems, schätzte aber den jahrhundertealten habsburgischen Grundsatz "Leben und leben lassen!". Grillparzers poetische Anfänge wurden beeinflusst von der Romantik (die ihm die bleibende Vorliebe für die spanischen Dramatiker einprägte) und von der vorübergehenden Irrung der Schicksalstragik, der er in der Ahnfrau sein Opfer brachte. Von diesen Einflüssen konnte er sich verhältnismäßig rasch emanzipieren, nicht aber von den Verhältnissen und dem Bildungszustand seiner Heimat. In Grillparzers Weltsicht ist die menschliche Leidenschaft als edle, hoch tragende, ungeahnte Kräfte erweckende, läuterungsfähige Kraft ausgeschlossen. Daher konnte er sich einerseits eng an die klare Durchbildung und Gestaltung des Stoffes, an die Formenschönheit der klassischen Dichtung anschließen und blieb andererseits doch durch eine tiefe Kluft von derselben getrennt. Nur in der Darstellung der Liebe, als der natürlichsten, unvermeidlichsten und edelsten Leidenschaft, fand eine Vermittlung statt. 1825 wurde die Tragödie König Ottokars Glück und Ende (Wien 1825), 1828 Ein treuer Diener seines Herrn (1830), 1831 Des Meeres und der Liebe Wellen (1840), 1834 das Drama Der Traum ein Leben (1840) mit Erfolg im Wiener Burgtheater aufgeführt. Die Kritik, welche nach 1830 in den deutschen Staaten herrschend und maßgebend wurde, zeigte sich gegen Grillparzer feindselig; seine Vorzüge galten ihr nichts, seine Mängel wusste die jungdeutsche Kritik scharf hervorzuheben. In diesem Zusammenhang ist auch die Rolle von Grillparzers österreichisch beeinflusster Sprache zu stellen, die von ebendieser Kritik als Gegensatz zum ostmitteldeutschen Standard empfunden wurde. Grillparzer war gegen Ende seines Lebens auch vehementer Verfechter eines eigenständigen österreichischen Standards. Georg Eisler (* 20. April 1928 in Wien; gestorben 15. Jänner 1998 ebenda) war ein österreichischer Maler und Grafiker. Georg Eisler war ein wichtiger Maler des 20. Jahrhunderts, der besonders durch seine Porträts von berühmten Künstlern und Intellektuellen hervorgetreten ist. So zählen zu den von ihm gemalten Personen: Erich Fried, Hilde Spiel, Georg Lukács und viele mehr. Seine Bilder hängen in der ganzen Welt in den bedeutendsten Sammlungen wie der Albertina in Wien oder den Uffizien in Florenz sowie der National Portrait Gallery in London und dem British Museum. Außerdem hat er stets mit seinem ganz unverwechselbaren Stil das Alltägliche eingefangen und zahlreiche Bücher illustriert. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 6Bl., 562, (2) pages. Groß 8° (148 x 240mm).
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Leder. Condition: neuwertig. Sonderausgabe. Fadengehefteter grüner Ganzledereinband mit reicher Rücken- und Deckelgoldprägung, goldgeprägtem Rückentitel, drei Schmuckbünden, dreiseitigem Echtgoldschnitt, farbigen Moireevorsätzen und farbigem seidenem Leseband in sehr gutem Erhaltungszustand. Christian Friedrich Hebbel (* 18. März 1813 in Wesselburen, Dithmarschen; gestorben 13. Dezember 1863 in Wien) war ein deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler. Sein Pseudonym in der Jugend war Dr. J. F. Franz. Neben seinen Hauptwerken, den beiden Trauerstücken Agnes Bernauer und Maria Magdalena, gehören Liebesgedichte wie Sie seh'n sich nicht wieder, Wenn die Rosen ewig blühten, Naturgedichte wie Sommerbild und Herbstbild sowie einige Balladen, darunter Der Heideknabe oder Liebeszauber und seine Tagebücher zu den Höhepunkten seines Schaffens wie der Literatur des Realismus. Sein Drama Die Nibelungen stellt die wichtigste Bearbeitung des Epos für das Theater dar. Das Notenbuch meines Herzens, wie Hebbel seine Aufzeichnungen nannte, hatte er als 22-Jähriger begonnen und bis zu seinem Tode fortgeführt. Sie erschienen fast 20 Jahre nach seinem Tod. Ihre Bedeutung liegt in der epigrammatischen Betrachtung von Zeitgenossen und Geschehen wie in der existenzialistischen Perspektive des Autors und seinem philosophisch begründeten Pessimismus. Hebbels soziale Herkunft und sein mühsamer Werdegang als Schriftsteller schlugen sich darin gleichfalls nieder wie die staatliche Repression und die politische Transformation des deutschen Bürgertums, deren Beobachter er als Aufsteiger gewesen ist. Der Literaturwissenschaftler Gustav René Hocke erkannte in Hebbels Tagebuch wie in dem Stendhals das "ideale Muster" eines Tagebuch in der Moderne. Der Lyriker Rolf Haufs meinte, dass "die Tagebücher über die Zeit- und Lebensumstände und mehr noch über die Eintragungen Hebbels zum Verständnis seiner eigenen Werke hinaus ein eindrucksvolles Bild von den geistigen und künstlerischen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts geben." Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr das Tagebuch erneut eine große Aufmerksamkeit, nicht zuletzt wegen des existenziellen Gefühls der Verlassenheit in Gegenwart der Kriegsfolgen, die eine Nähe zu Hebbels Selbstentwurf und geschichtsphilosophisch grundierten Gegenwartsanalyse zuließen. Franz Kafka und Bertolt Brecht, später Golo Mann und Günther Kunert waren Bewunderer des Tagebuchs. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 5Bl., 375, (7) pages. Groß 8° (155 x 240mm).
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Leder. Condition: gut. Sonderausgabe. Fadengehefteter brauner Ganzledereinband mit reicher Rücken- und Deckelgoldprägung, goldgeprägtem Rückentitel, vier Schmuckbünden, dreiseitigem Echtgoldschnitt, farbigen Moireevorsätzen und farbigem seidenem Leseband. Der Seiten- und der Fußschnitt mit leichten Kratzern, ansonsten in sehr gutem Erhaltungszustand. Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy (* 7. Dezember 1801 in Wien; gestorben 25. Mai 1862 in Graz) war ein österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger (Bass). Sein Werk ist der literarische Höhepunkt des Alt-Wiener Volkstheaters. Johann Nepomuk Nestroy wurde als zweites von acht Kindern einer angesehenen Wiener Bürgerfamilie geboren. Er sollte Jurist werden, interessierte sich aber mehr für das Theater. Nestroy besuchte das Akademische Gymnasium von 1811 bis 1813, danach ab 1814 das Schottengymnasium, im gleichen Jahr starb am 15. April seine Mutter Magdalena. In diesem Jahr absolvierte er seinen ersten öffentlichen Auftritt als Pianoforte-Spieler in einem Konzert. Nestroy begann 1819 ein Philosophie-, ab 1820 ein Jus-Studium an der Universität Wien, sang aber zu dieser Zeit bereits einmal im Redoutensaal der Hofburg eine Bass-Solopartie von Georg Friedrich Händel. Er beendete sein Studium 1822 und begann als Bassist seine Opernsänger-Karriere am Kärntnertortheater und an der Wiener Hofoper als Sarastro in Mozarts Zauberflöte. Als Schauspieler war Nestroy ein origineller, humoristischer Charakterzeichner, als Bühnenautor wandte er sich mit derbem Realismus gegen Tragik und Sentimentalität der Romantik. Seine Stücke zeichnen sich durch eine scheinbar oberflächliche Handlung aus, die immer wieder durch Gesangsstücke, sogenannte Couplets, unterbrochen wird. Diese Lieder, mit einer eingängigen Melodie und einfachen Texten, waren mit der Handlung meist nur durch einige Übergangsworte verbunden. Es wurden nur zwei bis drei Strophen des Couplets niedergeschrieben, alle weiteren Strophen improvisierte der Sänger jede Vorstellung. Mit seinen gelungenen Improvisationen eckte Nestroy häufig bei den stets anwesenden Zensurspitzeln an - schon sein erstes Engagement in Brünn musste er deswegen abbrechen und auf Polizeibefehl die Stadt verlassen. Nestroys Witterung für alles Widerspruchsvolle, Vieldeutige in der menschlichen Natur, seine Gabe, gerade die gebrochenen Gestalten darzustellen, machten ihn zum Erben Laurence Sternes und stellten seine Bühnenpsychologie neben die eines Oscar Wilde und George Bernard Shaw. Karl Kraus war ein großer Verehrer Nestroys, rezitierte viele seiner Stücke, besonders die weniger bekannten, in Lesungen und widmete ihm zum 50. Todestag 1912 den Essay Nestroy und die Nachwelt. Johann Christian Schoeller (geboren am 4. Dezember 1782 in Ribeauvillé [Rappoltsweiler, Elsass]; gestorben am 10. November 1851 in Wien) war ein deutscher Maler, Miniaturist und Zeichner von Karikaturen. Schoeller war ein Sohn eines Sattlers. Schoeller begann schon als Kind mit dem Malen und Zeichnen und Malen, er erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete als Buchhalter in einem Augsburger Unternehmen. In den Kriegswirren des Jahres 1809 wurde die Firma aufgelöst und er wurde, seiner Neigung folgend, ein Schüler von Caspar Gerhard Klotz, der an der Münchner Akademie der Bildenden Künste unterrichtete. Er studierte in der Münchner Pinakothek die Werke der italienischen und niederländischen Schule. Schoeller, der sich mit Gelegenheitsarbeiten seinen Lebensunterhalt verdienen musste, porträtierte mehrmals Johann Nestroy. Durch die beginnende Revolution im Jahr 1848 ließ er sich zu ironischen Darstellungen inspirieren. Er war ein sehr produktiver Künstler. Die unzählige Aquarelle zum Theater, zum Volksleben oder zur Mode Wiens im Biedermeier waren oftmals humorvoll-satirisch aber teilweise auch zeitkritisch. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 6Bl., 495, (5) pages. Groß 8° (160 x 235mm).