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  • Schmerz, Hermann

    Publication Date: 1912

    Seller: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com, Marburg, Germany

    Association Member: ILAB VDA

    Seller rating 5 out of 5 stars 5-star rating, Learn more about seller ratings

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    Klin-therap. Wschr., 1912/29. - 1912, 8°, 7, (1) pp., orig. Broschur. Seltener Sonder-Abdruck! "Aus der chirurg. Univ.-Klinik zu Graz (Prof. v. Hacker). Von Dr. Hermann Schmerz, Assistent der Klinik." Hermann Schmerz (1881-1941), Chirurg. Geb. Brünn, Mähren (Brno, Tschechoslowakei), 5. 1. 1881; gest. Graz (Stmk.), 28. 11. 1941 (Selbstmord). "Ursprünglich röm.-kath., später konfessionslos; stud. ab 1899 Med. an der Univ. Wien, 1906 Dr. med., und wirkte dann als Arzt in Reichenberg (Liberec), ab 1907 bei V. v. Hacker (s. d.) an der chirurg., anschließend an der gynäkolog. Univ. Klinik in Graz. 1910 kurzfristig Assisten in Wien, kam er wieder zu Hacker nach Graz, tat 1915-18 als landsturmpflichtiger Zivilarzt Dienst am Klin. Reservespital in Graz, habil. sich 1918 für Chirurgie an der dortigen Univ., wurde 1921 unbesoldeter ao. Prof., schied aber im Gefolge eines Disziplinarverfahrens 1934 aus der Klinik und wurde 1936 pensioniert. Als Schüler Hackers beschäftigte sich S. vorwiegend mit Speiseröhrenchirurgie, Problemen der Gelenksmobilisierung, Fragen der plast. Chirurgie sowie der Behandlung von Brüchen. Für letztere entwickelte er eine nach ihm benannte Klammer, mit der er nicht nur Korrekturen an der Knochenstellung erleichterte, sondern auch das Auftreten von Begleiterscheinungen, bes. Knochenfisteln usw., weitgehend verhindern konnte. Auch in breiteren Kreisen als Chirurg angesehen, wurde er durch die von ihm aus sozialer Indikation vor allem an sozialdemokrat. organisierten Eisenbahnern ("Schmerzmänner") durchgeführten Sterilisationsoperationen auch breiteren Kreisen bekannt. Auf Anzeige eines Leobner Gerichtsarztes hin kam es 1929 gegen S. zu einem Gerichtsverfahren, in dessen Verlauf nicht geklärt werden konnte, ob S. mit seinen chirurg. Eingriffen vorübergehende oder dauernde Unfruchtbarkeit verursachte. Als erschwerend wurde ihm angelastet, daß er die Operationen gewerbsmäßig vornahm und als Vorstand der Sozialdemokrat. Ärzteorganisation Stmk. von nicht entsprechend parteilich organisierten Patienten ein fast siebenfach höheres Honorar einhob. S. wurde schließlich wegen leichter, im Berufungsverfahren 1930 wegen schwerer Körperverletzung verurteilt und im Gefolge eines akadem. Disziplinarverfahrens gerügt und als Prof. pensioniert. Sein Fall erregte aufgrund der verschiedenen weltanschaulichen Positionen, die in der Sterilisationsfrage bezogen wurden, außerordentliches Aufsehen, warf in weiteren Kreisen das Problem der Sterilisation überhaupt auf und wurde zum Mittel für polit. Agitationen." W.Höflechner. ÖBL 1815-1950, 10 (Lfg. 48, 1992), pp. 235f.