Language: German
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Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Postkarte der Wachauer Sonderfahrt der Kronen Zeitung von Willy Schmieger bildseitig mit Stift signiert, leicht wischspurig /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Wilhelm ?Willy? Schmieger (* 24. April 1887 in Wien; ? 10. Oktober 1950 ebenda) war ein österreichischer Journalist, Fußballspieler und -funktionär. Sein ursprünglicher Beruf war Gymnasialprofessor für Latein und Griechisch. Mit der Wiener Sportvereinigung und deren Nachfolgeverein Wiener Sport-Club, dessen Präsident er später wurde, gewann er 1905 und 1912 den Challenge-Cup. Zwischen 1907 und 1912 spielte er als Stürmer in der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Zwischen 1915 und 1936 bekleidete er diverse Spitzenfunktionen im österreichischen Fußball. Er war ein Pionier von Live-Sportübertragungen im österreichischen Rundfunk und berichtete neben legendären Fußballspielen auch von den Olympischen Spielen 1936 und 1948. In der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre war er unter anderem Schriftleiter beim Vorgänger der Kronen Zeitung, der Illustrierten Kronenzeitung. Der im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing aufgewachsene Schmieger studierte von 1907 bis 1912 an der Universität Wien klassische Philologie und legte 1913 die Lehramtsprüfung ab. Schon ab 1909 begann er sich als Journalist zu betätigen und war verantwortlicher Redakteur bei der Zeitung Sport im Wort. Seit 1904 trat er als zudem Fußballspieler bei der Wiener Sportvereinigung, der er 1901 beitrat und die sich 1907 mit den Wiener Cyclisten zum Wiener Sport-Club vereinigte, in Erscheinung. Am 3. November 1907 debütierte der Stürmer in Budapest bei einer 1:4-Niederlage gegen Ungarn in Budapest im Nationalteam. Die Partie firmierte seinerzeit als ?Städtespiel Budapest - Wien? und wurde erst später als Länderspiel anerkannt. Schmieger erzielte mit dem Ehrentreffer dabei sein erstes Tor für Österreich. Sein siebtes und letztes Länderspiel gab er am 22. Dezember 1912 in Genua bei einem 3:1-Sieg gegen Italien, wo er mit seinem sechsten Länderspieltreffer die italienische Führung egalisierte. Es ist unklar, ob hier Josef Brandstetter oder Schmieger Kapitän des österreichischen Teams war.[1] Mit der Wiener Sportvereinigung gewann er im Juni 1905 erstmals den Challenge-Cup, einen Wettbewerb für Vereinsmannschaften aus Wien und Budapest, durch einen 2:1-Finalsieg auf dem Wiener Cricketplatz in der Vorgartenstraße über den Magyar AC aus Budapest.[2] Mit dem Sport-Club erreichte er 1909 erneut das Finale um den Challenge-Cup, unterlag dort aber Ferencváros Budapest um den ?Wunderstürmer? Imre Schlosser mit 1:2. Es war vermutlich er, der in der 53. Minute auf der Hohen Warte von Wien den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielte.[3] Beim erneuten Vordringen des WSC in das Finale dieses Wettbewerbes 1912, das der Sport-Club auf dem Platz des Wiener AC gegen Ferencvaros mit 3:0 gewann, wird zwar in der Hauptsache Leopold Neubauer als Schütze des 1:0 angegeben, es gilt aber als möglich, dass Schmieger diesen Treffer erzielte.[4] Ihm wird vielfach auch die Entdeckung des ?Jahrhunderttalents? Karl Braunsteiner zugeschrieben, der ebenfalls für den Sport-Club antrat und in jungen Jahren im Ersten Weltkrieg umkam.[5] Schon in seiner Zeit als Spieler und auch darüber hinaus betätigte er sich als Schiedsrichter und kam hierbei auch zu internationalen Einsätzen. Sein erstes Länderspiel leitete er dabei am 8. November 1914, wo Österreich auf dem WAC-Platz gegen Ungarn mit 1:2 verlor. Bereits im Laufe des Ersten Weltkriegs war er zwischen 1915 und 1918 Präsident des damals im österreichischen Fußball federführenden Verbandes, dem Niederösterreichischen Fußballverband, wo er den Gründungspräsidenten Ignaz Abeles vertrat.[6] Schmieger wurde danach Vizepräsident. In seiner sechs Jahre währenden Zeit als Sektionsleiter beim Sport-Club wurde dieser 1922 Meister und 1923 Pokalsieger. In späteren Jahren wurde er Präsident und Ehrenkapitän des Sport-Clubs und zeichnete in jener Zeit auch als Autor verantwortlich für die Vereinshymne Heil Wiener Sportklub unser Hort. Auch ein ?Arierparagraph? wurde unter seiner Ägide in die Vereinssatzung aufgenommen. Er behauptete sogar, dass der Sport-Club ?der einzige [Verein] war, der in seiner Satzung schon bei der Gründung einen Arierparagraphen verankert hatte? und stellte fest, dass von ?Veränderungen im Fußballverband und bei den Vereinen? nur der ?Wiener Sportklub? nicht betroffen sei, da er ?seit der Gründung niemals Juden als Mitglieder aufgenommen hat? Diese Haltung nutzten später Mitglieder des Sportklubs wie Ferry Dusika bei ihren Aufnahmeanträgen in die NSDAP, um ihre antisemitische und nationalsozialistische Einstellung nachzuweisen.[7] In den 1920er Jahren leitete er das Illustrierte Sportblatt. 1925 übernahm er die Sportredaktion der Wiener neuesten Nachrichten - eine Funktion, die mit der einstweiligen Einstellung des Blattes nach dem ?Anschluss? zu einem Ende kam. Beachtung fand auch sein Buch Der Fußball in Österreich über die Geschichte des österreichischen Fußballs bis 1925, das 1925 erschien. Er trat als Pionier der Sportübertragungen der Radio Verkehrs-Aktiengesellschaft (RAVAG), des österreichischen Radios, auf. 1928 berichtete er erstmals live von einem Eishockey-Spiel. Im Oktober 1928 folgte die erste Fußball-Direktübertragung des Senders von einem Fußballspiel, dem Länderspiel Österreich gegen Ungarn. Berühmt wurden seine Berichte von den Matches des österreichischen ?Wunderteams?, wie die österreichische Nationalmannschaft der Jahre 1931 bis 1933 genannt wurde, aber auch von Spielen um den Mitropa-Cup. Seine ?mitreissende Reportage? im Dezember 1932 vom Londoner Stadion an der Stamford Bridge, wo Österreich trotz einer 3:4-Niederlage gegen England einen Achtungserfolg erzielte, sorgte sogar für die Unterbrechung einer Sitzung des parlamentarischen Finanzausschusses. Es wird berichtet, dass seine bildreichen Reportagen eine Kombination von Kompetenz und Wiener Humor auszeichnete. Der Schöpfer des Wunderteams, Hugo Meisl, bezeich.