Published by O.A. [Bern, Druck und Verlag von K. J. Wyß 1910]., 1910
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Kl.-8°. pp. 104-214. Schriftsatz in 7-Punkt Fraktur. (O)Rücken-Brosch. Aussenseiten etwas stockfleckig. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar - - SD (ev. Druckbeleg-Exemplar) aus: Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1912 (Band 17/1911) - Digitalisiert in e-periodica - swissbib nur für e-periodica u. Staatsarchiv Zürich - In den Jahren um 1910 erschienen im Berner Taschenbuch einige Partien aus den Lebenserinnerungen von K. L. Stettler jeweils als thematisch eigenständige Beiträge zu historisch spezifischen Perioden : "Auf die im letzten Jahrgange [.] publizierten Erinnerungen des Landvogtes Karl Ludwig Stettler von Köniz, die in ergreifender Weise den 'Uebergang' des alten Berns im März 1798 schilderten, folgen hier die Aufzeichnungen desselben wackeren Berners über seine Erlebnisse als Artilleriehauptmann während des Feldzuges der Franzosen unter Massena gegen die in die Ostschweiz eingedrungenen Oesterreicher unter Erzherzog Karl, im Frühjahr 1799." (p. 104) -- André Masséna löste im Februar 1799 "General Schauenburg als Kommandant der französischen Armee in der Schweiz ab. Im März 1799 eroberte er Graubünden, das er der Helvetischen Republik angliedern liess. Während des 2. Koalitionskriegs wurde Masséna von den Österreichern im Juni 1799 in der 1. Schlacht bei Zürich geschlagen. Im September 1799 errang er in der 2. Schlacht bei Zürich mit seiner Truppe einen entscheidenden Sieg über die russischen Einheiten Alexander Korsakows und verdrängte damit die Koalitionstruppen aus der Helvetischen Republik" (HLS). - Karl Ludwig Stettler (Bern 1773-1858 Köniz), von Bern. "1799, im Vorfeld der ersten Schlacht bei Zürich, musste Stettler als Hauptmann der helvetischen Armee ins Feld ziehen. 1802 beteiligte er sich ebenfalls als Hauptmann und als Gegner der helvetischen Regierung am Stecklikrieg. 1814 trat [er] als Grossrat in die bernische Politik ein, war 1815-1821 Oberamtmann von Trachselwald und 1829-1831 Appellationsrichter. In der Regeneration opponierte er in Publikationen gegen den liberalen Verfassungsstaat. 1833 floh Stettler nach Schwyz, wo mehrere wegen Pressevergehen verbannte oder geflohene Berner Patrizier [.] ein antiliberales Sammelbecken bildeten." Stettler machte sich auch als Historiker einen Namen (HLS). -- Eugen Stettler (Bern 1840-1913 ibid.), von Bern, Architekt, Sohn des Architekten Eduard Stettler und der Adelheid geb. von Büren, und anscheinend nicht direkt verwandt mit Karl Ludwig, Autor des vorliegenden Berichts. "Stettler realisierte mehrere Schulhäuser und andere öffentliche Bauten sowie zahlreiche Villen in Bern und Umgebung" (HLS). - Sprache: de.