Language: German
Published by Offenbach, 1891
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Fünf Postkarten von 1891-1909 aus Offenbach. Der Lehrer und Entomologe Wilhelm Hainer (1845-1913) wendet sich an den Naturalienhändler, Forschungsreisenden und Entomologen Carl Ribbe (1860-1934) in Radebeul bei Dresden. Auszüge: 1. Februar 1891: "Möchte Sie um gütige Zusendung einer Preisliste über europ. u. exot. Falter ergebenst bitten. [?] Auch solche Falter des indischen Faunengebiets, welche Pap. Buddah oder Pap. Montanus od. Pap. Dadealus in der Färbung ähnlich sind, bitte ich zu offerieren; es kommt mir nur auf farbenprächtige an. Hochachtungsvollst zeichnet W. Hainer." 19. April 1898: "Sie werden wohl von Ihrer Reise wieder zurück sein. Ich möchte Ihnen deshalb meine Doubletten jetzt zusenden. [?] Was mir von Faltern fehlt, will ich notiren." 21. Juli 1901: "Sehr leid ist es mir, daß die Raupen so schlecht bei Ihnen eintrafen. Ich habe viele Schweißtropfen bei dem Sammeln derselben vergossen. [?] Ich fand die Rpn. auf einer kleinen Form von Salix caprea d.i. S. cinerca, welche häufig an feuchten Wiesen vorkommt (eiförmige Blätter, am Rande gesägt mit Nebenblättern [?])." 24. Dezember 1908: "Besten Dank für die gütige Zusendung Ihrer Sepidoptoren-Liste. Ich sammle eben nur noch Pannassier. Könnte gebrauchen (aber nur I. Qual.): [[es folgt eine Reihe von latenischen Namen]]. Als Tauschobjekt besitze ich über 100 machaon Puppen, ebenso viel Falter ex larva 1908, darunter über 30 Stück mit rotem Fleck [?]. Bestens grüßend Ihr ergebener Hainer." 27. Januar 1909: "Ich habe noch über 100 Machaon-Puppen bekommen. Möchte gerne darüber Gewißheit haben, ob Sie diese wünschen. Unter meinen Käfern fand ich noch 16 Necidalis major und 15 Anthaxia candens. [?] Mit entom. Gruß! Ihr ergebener Hainer." 5-Pfennig-Ganzsachen (ca. 9 x 14 cm). Über den Verfasser: Wilhelm Hainer, Lehrer und bis 1900 Leiter des Offenbacher Gesangvereins Hilaria, wurde am 19. Dezember 1845 in Schlitz (Hessen) als Sohn des Tierarztes Georg Christoph Hainer (1821-1903) und der Anna Martha Elisabetha, geb. Schrön (1821-1882) geboren und starb am 20. April 1913 in Offenbach am Main. Am 2. April 1872 heiratete er in Schlitz Eloise Caroline Heil, geboren am 6. April 1849, gestorben am 8. August 1921. Kinder waren: -Wilhelm August Hainer (1873-1958); Heirat mit Elisa Sophia Christina Haas (1878-1947) -Friedrich (Fritz) Hainer (1880-1947); Heirat mit Margarete Ruschitzka (gest. 1907) und Eva Rosa Hartmann (1885-1976) -Sophie Hainer (1880-1907); Heirat mit Rudolf Jüling -Johannes "Hans" Hainer (1887-1966), Bahnbeamter; Heirat mit Louise "Lucie" Karoline Elise Bertha Emilie Donnges (1890-1977). Als Entomologe befasste er sich u.a. mit der Raupenzucht. Er ist im Entomologen-Adressbuch von 1905 als Lehrer verzeichnet. Zustand: Karten gebräunt und teils stärker fleckig; die erste Karte seitlich gelocht.