Journ. pract. Heilk., 10/4. - Jena, in der academischen Buchhandlung, 1800, Kl.8°, 213 pp., 3 Kupferstichtafeln, Broschur.
Publication Date: 1804
Seller: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com, Marburg, Germany
Journ. pract. Heilk., 17/4. - Berlin, Ungers Journalbhdlg., 1804, 8°, 224 pp., 2 lith.Taf., Broschur. Erstdruck! Dieses am 7ten. Mai 1785 von des Schusters Ehefrau A. in Bergen auf Rügen geborene "ungestaltete Kind ist oben doppelt, und unten einfach: das heißt es hat zwei Köpfe, 2 Hälse, 2 Rücken, 3 Arme, 4 Hände, aber nur 2 Schenkel und 2 Füße". Dass der Kurbetrieb zu Sagard von Anbeginn gut funktionierte und rasch geordnete Formen annahm, ist vor allem auch ein Verdienst von Moritz Ulrich von Willich (1750-1810), einem älteren Stiefbruder des Gründers der Kuranstalt. Als in Bergen ansässiger Arzt, der das Amt des Landphysikus für Schwedisch-Vorpommern ausübte, unterstützte er das Unternehmen nach Kräften. So übernahm er auch die medizinische Betreuung der Kurgäste, stellte ein differenzierte Therapie-Programme auf und verfaßte eine Preisliste. Ausgestattet mit Fachkenntnis sowie dem Ansehen und Einfluß seines Amtes war Dr. v.Willich die geeignete Person, um die Öffentlichkeit über den neuen Kurbetrieb zu informieren und auch für ihn zu werben. So verfaßte er 1796 eine mehrseitge "Nachricht vom Gesundbrunnen in Sagard". Darin schildert er den gewöhnlichen Tagesablauf der Kurgäste. Auch der berühmte Arzt C.W.Hufeland und der Chemiker M.H.Klaproth weilten in Sagard. Als wissenschaftliche Kapazitäten waren sie dorthin gerufen worden, um das Quellwasser zu begutachten. Im Sommer 1796 machten zwei junge Männer im Ort Quartier, die Berühmtheit erlangen sollten: Der Dichter Herinrich von Kleist sowie der Gelehrte und Staatsmann Wilhelm von Humboldt. Nur 11 Jahre dauerte es, dass Sagard ein aufblühender, weithin bekannter Kurort war. Auch die Absicht, das Kur- und Freizeitangebot der Anstalt durch die Errichtung eines Seebades bei Neuhof am Großen Jasmunder Bodden zu erweitern, wurde nicht mehr realisiert. Schon 1807 blieben infolge der Kriegsereignisse und Besetzung Rügens durch die Napoleonischen Truppen die Besucher aus, zumal auch Pastor v. Willich seine Tätigkeit als engagierter Kurdirektor beendete.
Publication Date: 1805
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Journ. pract. Heilk., 21/2. - Berlin, in Commision bei L.W.Wittich, 1805, 8°, 163 pp., Broschur. Dass der Kurbetrieb zu Sagard von Anbeginn gut funktionierte und rasch geordnete Formen annahm, ist vor allem auch ein Verdienst von Moritz Ulrich von Willich (1750-1810), einem älteren Stiefbruder des Gründers der Kuranstalt. Als in Bergen ansässiger Arzt, der das Amt des Landphysikus für Schwedisch-Vorpommern ausübte, unterstützte er das Unternehmen nach Kräften. So übernahm er auch die medizinische Betreuung der Kurgäste, stellte ein differenzierte Therapie-Programme auf und verfaßte eine Preisliste. Ausgestattet mit Fachkenntnis sowie dem Ansehen und Einfluß seines Amtes war Dr. v.Willich die geeignete Person, um die Öffentlichkeit über den neuen Kurbetrieb zu informieren und auch für ihn zu werben. So verfaßte er 1796 eine mehrseitge "Nachricht vom Gesundbrunnen in Sagard". Darin schildert er den gewöhnlichen Tagesablauf der Kurgäste. Auch der berühmte Arzt C.W.Hufeland und der Chemiker M.H.Klaproth weilten in Sagard. Als wissenschaftliche Kapazitäten waren sie dorthin gerufen worden, um das Quellwasser zu begutachten. Im Sommer 1796 machten zwei junge Männer im Ort Quartier, die Berühmtheit erlangen sollten: Der Dichter Herinrich von Kleist sowie der Gelehrte und Staatsmann Wilhelm von Humboldt. Nur 11 Jahre dauerte es, dass Sagard ein aufblühender, weithin bekannter Kurort war. Auch die Absicht, das Kur- und Freizeitangebot der Anstalt durch die Errichtung eines Seebades bei Neuhof am Großen Jasmunder Bodden zu erweitern, wurde nicht mehr realisiert. Schon 1807 blieben infolge der Kriegsereignisse und Besetzung Rügens durch die Napoleonischen Truppen die Besucher aus, zumal auch Pastor v. Willich seine Tätigkeit als engagierter Kurdirektor beendete.