Phototypie von Ch. Bernhoeft, Luxemburg, ca. 1890. Ca. 15 x 21 cm (nur Darstellung). Thill/Fritzen/Gonderinger u.a., Charles Bernhoeft, photographe de la Belle Epoque. Luxembourg 2014, S. 628-632. Imposante Ansicht des Luxemburger Photographen Charles Bernhoeft (1859-1933), dem 1891 als erstem von Großherzog Adolph der offizielle Titel eines Hofphotographen verliehen wurde. Blick über die Mosel auf Wormeldange mit der geradezu futuristisch wirkenden neuen Moselbrücke. Vorliegende Phototypie wurde 1889/91 in dem Album "Le Grand-Duché de Luxembourg." veröffentlicht. Die Tafeln haben eine französische Bildlegende, sind unten links bezeichnet "Phototypie", rechts unten "Ch. Bernhoeft, Luxembourg". Dieselbe Ansicht (allerdings ohne den schönen Wolkenhimmel) erschien in späteren Alben.
Lithographie mit Tonplatte auf aufgewalztem Chinapapier, von A. Cassagne nach J.B. Fresez bei Lemercier, Paris 1857. Ca. 16,5 x 23,5 cm (nur Darstellung). Schöne Ansicht mit Dampfboot auf der Mosel. Links unterhalb der Darstellung befindet sich der Vermerk "Dessiné d'apès nature par J.B.Fresez", in der Mitte "Imp. Lemercier, Paris", rechts unten "Lith. par A. Cassagne". Aus dem berühmten "Album pittoresque du Grand-Duché de Luxembourg" von J.B.Fresez aus dem Jahr 1857. Jean-Baptiste Fresez (* 10.Juli 1800 in Longwy, Frankreich; 31 März 1867) war der bedeutendste Maler Luxemburgs im 19. Jahrhundert. 1802 zog er mit seinen Eltern nach Luxemburg. Sein Vater arbeitete in der Porzellan-Manufaktur von Villeroy & Boch in Septfontaines. Fresez studierte Kunst an der Akademie der schönen Künste in Brüssel und arbeitete danach bei Villeroy & Boch in Mettlach. Nach dem Tode seines Vaters 1817 kehrte er nach Luxemburg zurück. 1848 nahm er die luxemburgische Staatsangehörigkeit an. Seine graphischen Hauptwerke sind sechs große Lithographien der Stadt Luxemburg, die 1828-29 in Brüssel erschienen, sowie sein 1857 in Luxemburg publiziertes "Album pittoresque du Grand-Duché de Luxembourg", das einen Kanon der touristischen Sehenswürdigkeiten Luxemburgs formte. Er war zudem ein beliebter Porträtmäler. Die Wertschätzung hat Georges Schmitt anläßlich einer Ausstellung der Werke von Nicolas Liez, eines seiner Schüler, treffend formuliert: "Depuis le début de son activité artistique en 1823, jusqu'à sa mort en 1867, J.-B. Fresez a été aux yeux de ses contemporains et compatriotes le maître incontesté de l'art à Luxembourg. Son exemple et son enseignement nous apparaissent aujourd'hui comme fondamentaux dans l'évolution de la peinture luxembourgeoise de la première moitié du 19e siècle." (Georges Schmitt, Nicolas Liez, Catalogue de L'exposition Luxembourg 1960, p. 3).
Lithographie von Nicolas Liez bei Reuter, Luxemburg, ca. 1834. Ca. 14,6 x 19,8 cm (Darstellung ohne Rahmen und Bildlegende). Alt in Goldleiste gerahmt. Mit vier feinen Linien umrahmte Darstellung. Mit den Künstler- bzw. Druckvermerken "N. Liez fecit" und "Lith de N. Reuter et Cie. à Luxembourg." unterhalb der Linierung, rechts oben "No. 21". Hübsche Gesamtansicht mit Pferdekutsche im Vordergrund. Wie alle Liez-Blätter selten, aus der auf 60 Blätter angelegten, jedoch unvollendet gebliebenen "Voyage pittoresque dans le Grand-Duché de Luxembourg".