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Oktav, 19,8 cm 13. August 1512. 30 Blatt; Lagenzählung: A 8, B 4, C 8, D 4, E 6. Neuere schmucklose Broschur. Sprache: Latein, (Einband etwas berieben, durchgehende Wurmspur im unteren weißen Rand ohne Textverlust, hinten stärker, erstes Blatt und Bindung gelockert, kleine Fehlstellen ohne Textverlust im Bug der ersten beiden Blätter, Feuchtigkeitsspuren und Überreste von Schimmel). Äußerst seltene, offenbar unbekannte Variante dieser seltenen Postinkunabel: die digitalisierten Exemplare der Bayerischen Staatsbibliothek und der Österreichischen Nationalbibliothek, sowie alle online nachweisbaren Exemplare bestehen aus 48 Blatt, das Exemplar der Staatsbibliothek Berlin ist ein Kriegsverlust ! Bei dem vorliegenden Exemplar ist der Text weitgehend identisch mit den Digitalisaten, aber auf Seite 1 fehlt der Hinweis auf den Drucker Heinrich Stephanus, es wurden unterschiedliche Initialen verwendet und lateinische Abkürzungen werden teils verschieden gehandhabt. Das "Abschiedsgedicht" an den Leser steht beim vorliegenden Exemplar vor dem Index, bei den Digitalisaten nach dem Index. Beim vorliegenden Exemplar fehlt auf Fol. XXX r der in den Digitalisaten auf Fol.47 r zu findende Text: "Completum in alma Parisiorum Academia: anno (.) millesimo / quingentesimo / duodecimo / septimo Calendas Septembres. Per Henricum Stephanum (.)". Möglicherweise ist das ein Hinweis darauf, dass es sich beim vorliegenden Exemplar um die erste Ausgabe vom August 1512 handelt (Fol. II r unten: "Parisiis. M.D.XII. Idibus Augustis."), während die digitalisierten Exemplare am 1. September des gleichen Jahres nachgedruckt wurden. "Josse van Clichtove oder Judocus Clichtoveus Neoportuensis (Geboren: 1472, Nieuwpoort, Belgien; Gestorben: 22. September 1543, Chartres, Frankreich) war ein flämischer Theologe, Priester und Humanist." (Wikipedia). Clichtove (oder Clicthove) war von Jacques d'Amboise, Abt von Cluny und Bischof von Clermont, beauftragt worden, die Erziehung seiner Neffen Francois und Geoffroy zu überwachen und Clichtove schrieb "De vera nobilitate" für Francois. "De vera nobilitate" scheint nicht ins Deutsche übersetzt worden zu sein, es existiert aber eine Übersetzung ins Französische unter dem Titel: "Traité de la véritable Noblesse, et des vertus." Alle von uns eingesehenen Bibliographien kennen diese Ausgabe mit 30 Blatt nicht ! Vgl. Adams I, p. 297, 2194; Renouard I, p. 11; Machiels I, C 498; British Library FB p. 118; Graesse, Suppl. p.190; USTC und BP 16. Für Clichtove: Contemporaries of Erasmus I, p. 317 ff.; für die Seltenheit: vgl. Godebert Reiss: 50 weisse Elefanten, p. 59 f. - Provenienz: Sem. Maj. Valentin (Schildchen auf vorderen Spiegel geklebt). - Weitere Bilder auf Anfrage oder auf unserer Homepage. Seller Inventory # 952693
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