Seller: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Germany
Art / Print / Poster
Condition: guter Zustand. Holzschnitt, 1924, auf chamoisfarbenem Japan, mit Bleistift signiert und als Handdruck" bezeichnet. Darstellungsgröße 34:24,5 cm, Blattgröße 47,8:35,3 cm. - Kleine Knickfalte rechts unten, Papierränder unten und rechts leicht vergilbt. Literatur: Söhn HDO 52005-4; Martin Schmidt, Wilhelm Rudolph. Licht und Dunkelheit des Lebens und der Natur. Dresden, 2002. S. 45, Abb. 34. Dort bezeichnet "Bildnis eines Kahlköpfigen", um 1923. Der Sohn einer Weberfamilie begann 1906 eine Lithographenlehre, um bereits 1908 auf die Kunstakademie Dresden zu wechseln. Seine Lehrer waren Robert Sterl () und Carl Bantzer (), deren Meisterschüler er war. Im 1. Weltkrieg diente er als Infanterist an der Westfront. In den Jahren 1919 bis 1932 war er freischaffend in Dresden tätig. Als spätimpressionistischer Maler orientierte er sich zunächst am Expressionismus, ließ sich von der Neuen Sachlichkeit inspirieren, um sich dann sozialen Themen zuzuwenden. Bekannt wurde er auch durch seine Tierdarstellungen. In den Jahren 1924/1932 beteiligte er sich an Ausstellungen und wurde noch 1932 als Professor an die Akademie in Dresden berufen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten galt sein Werk jedoch als entartet. Seit 1937 bestand ein faktisches Ausstellungs- und Verkaufsverbot und 43 seiner Werke wurden konfisziert. 1939 folgte die Entlassung. Das Erlebnis der Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 und das dadurch zerstörte Dresden regte Rudolph in den folgenden Jahren zu zahlreichen Werken an. Sein Frühwerk wurde in dieser Nacht weitgehend zerstört. Seine erneute Professur an der Akademie der Bildenden Künste Dresden von 1946-1949 wurde durch den damaligen Rektor Hans Grundig (1901-1958) gegen den Protest seiner Studenten durch Entlassung aus dem Lehramt beendet. Nach seiner Entlassung lebte der Künstler als freischaffender Künstler in Dresden und war bis ins hohe Alter produktiv. Er blieb bis zuletzt ein Einzelgänger und unbequemer Außenseiter im Kulturbetrieb der DDR. Die bedeutendste Werkschau von Wilhelm Rudolph in der Bundesrepublik fand 1975/76 in der Kunsthalle in Düsseldorf statt.