Language: German
Published by Straßburg , Joh. Reinh. Dulssecker, 1699
8° Halbleder, Condition: Sehr gut. (20),556,(109) S. Halbledereinband jüngeren Datums, vermutlich spätes 18. Jh. etwas berieben und bestoßen, mit Wasserfleck auf dem hinteren Deckel und sehr kleinem Loch am unteren Teil. Lederrücken mit goldgeprägtem Titelschild. Bindung fest und sicher. Papier mit Rotschnitt gebräunt und stellenweise fleckig, insgesamt dem Alter entsprechend in sehr gutem Zustand. B16-01-05E Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 750 Editio nova cum Praefatione, Summariis, Notis & Indice Copiofiori.
Language: German
Published by Straßburg, Joh. Reinh. Dulssecker,, 1699
Editio nova. 8 Bl., 556 S., 55 S. Einband berieben und bestoßen.Buchblock löst sich vom Einband, letzte von Blatt sind an Einband, 2 Blätter quergerissen. Nikolaus Betsius (Betzius), Sohn des vorigen, belgischer Jurist im 16./17. Jahrhundert, hessen-kasselischer Rath unter der Regierung des Landgrafen Moritz, schrieb: "De statutis, pactis et consuetudinibus illustrium et nobilium, illis praesertim, quae ius primogeniturae concernunt, tractatus nomicopoliticus ad usum Germaniae potissimum accommodatus". Frankfurt 1611, 1661 und "Editio nova, cum praefatione, summariis, notis et indice copiosiori cura Jo. Schilteri", 1699. In Handschriften existiren von ihm zu Wien: "Nicolai Betsii Belgae Carmen ad Maximilianum Austriae archiducem electum Poloniae regem" und "Oratio pro Maximiliano Austriae archiduce Poloniae rege electo, scripta post cladem Pitschensem, 1589". (Steffenhagen Bets, Nikolaus Betsius", in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 577 ). " Schilter:Johann S., Consiliarius der Reichsstadt und Ehrenprofessor der Universität Straßburg, einer der einflußreichsten und vielseitigsten Fachschriftsteller seiner Zeit; geb. zu Pegau a. Elster im Meißner Gebiete am 29. Aug. 1632, zu Straßburg am 14. Mai 1705. Kaum 3 Wochen alt mußte S. mit seinem Vater Marcus, einem angesehenen Handelsmanne zu Pegau, und seiner Mutter Barbara, einer Schwester des bekannten Jenenser Juristen Strauch, infolge feindlicher Einfälle während des 30jährigen Krieges nach der väterlichen Geburtsstadt Leipzig, von da nach Dresden flüchten, wo Marcus S. einer dort herrschenden endemischen Krankheit binnen Jahresfrist erlag. Die Wittwe verheirathete sich zwar bald darauf mit Johann Hartmann, des Rathes und der Universität Leipzig Propstei-Verwalter, welcher indessen schon im ersten Jahre der Ehe verstarb. Im siebenten Jahre verlor S. seine Mutter. Der doppelt verwaiste Knabe kam nun in das Haus seines väterlichen Oheims, Dr. Joh. Schilter, Senior des Schöppenstuhls zu Leipzig, und erhielt mit dessen Sohn eine sorgfältige Erziehung. Im J. 1652 bezog er die Universität Jena, und machte im Studium der Philosophie solche Fortschritte, daß er bereits 1653 unter Slevogt`s Vorsitz eine These "de syllogismis ex hypothesi" mit großer Gewandtheit vertheidigte. Die Disputation wirbelte in dem gelehrten Jena viel Staub auf; S. verließ vorzugsweise deshalb diesen Musensitz, ging nach Leipzig, um zwei weitere Jahre dem philosophischen Studium zu widmen, und erwarb 1655 dortselbst den Grad eines Doctors der Philosophie. Noch im nämlichen Jahre kehrte er nach Jena zurück und verlegte sich unter Leitung seines mütterlichen Oheims, Professor Johann Strauch, während fünf Jahren auf das Rechtsstudium, hielt wiederholt Disputationen, und trat gegen Ende des Jahres 1659 zu Naumburg in Gerichtspraxis. Dortselbst verlobte er sich im nächsten Jahre (1660) mit seiner nachmaligen Gattin Anna Sybilla, Tochter des Stadtrichters und Handelsmannes Bores zu Salefeld; sie wird von den Zeitgenossen als eine bitterböse Frau geschildert, welche ihrem Gatten manch schlimme Stunde bereitete, und 1699 das Zeitliche segnete. Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor, von denen nur Johann Gottfried, welcher gleich dem Vater die juristische Laufbahn wählte, letzteren überlebte. Nach dem Tode der Tochter Susanna Sybilla adoptirte S. die der Familie eng befreundete Amtmannstochter Susanna Katharina Dieudonné, welche später (1699) dem Wittwer den Haushalt führte und dem Sterbenden die Augen zudrückte. Die Naumburger Praxis vertauschte S. nach einigen Jahren mit der Erb- und Landes-Canzellei zu Zeitz, wurde 1668 Amtmann in Ruhla, 1671 Doctor beider Rechte in Jena (mit einer Inaug.-Disputation "de cursu publico et Angariis et Parangariis etc.") und folgte bald darauf als Hof- und Consistorialrath einem Rufe des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar, welcher ihm auch die Kammersachen übertrug. Das Dienstverhältniß erlosch jedoch mit dem Tode des Herzogs (1678), worauf S. wegen seiner ehelichen Zwistigkeiten Anlaß n.