Published by Chez Francois Foppens, Brüssel, 1706
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Leder. Condition: Gut. 11 Blatt, 639 Seiten, 12 Blatt Register; 284 Seiten, 8 Blatt; XXXIX, 4 Blatt; 492 Seiten, 2 Blatt; 137 Seiten; 45 Seiten. Blindgeprägtes Ganzleder der Zeit mit Rückenschild. (berieben und bestossen, Ecken und Kapitale mit Fehlstellen, beide Spiegel und erste und letzte Blatt im Rand gering wurmspurig, Frontispiz links beschnitten mit kleinem Verlust der Umrahmung, nur sehr wenig gebräunt bzw. braunfleckig, . . insgesamt recht gut erhalten). - Philippe de Commynes (um 1447 - 1511) war ein französischer Diplomat und Historiker sowie Berater der Könige Ludwig XI. und Karl VIII. Basierend auf seinen Erfahrungen und auch zur Rechfertigung seines Verhaltens (er hatte 1472 seinen Dienstherrn Herzog Karl verlassen und war in die Dienste von dessen Erzfeind getreten) schrieb er zweibändige Memoiren, die ebenso Musterbeispiele französischer Geschichtsschreibung wie der französischen Memoiren-Literatur überhaupt sind. Zugleich galten sie als Lehrbuch für Politik und (Geheim)-Diplomatie. Die Porträtkupfer zeigen Marie de Bourgogne, Maximilian von Österreich, Karl von Burgund und Karl VIII. Eine schöne, wiewohl deutlich gekürzte Ausgabe der Memoiren erschien 1920 bei Georg Müller in München.