Echtemeyer Theodor (1 results)
More imagesPublished by Leipzig. 1838-1842., Otto Wigand 1838
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Add to basketgetr. Zählung. 4°, OPbd., z. T. Halbleder. Die ?Hallischen Jahrbücher?, später ?Deutsche Jahrbücher?, waren das publizistische Forum der Junghegelianer ? alsbald ihres linken Flügels ? schlechthin. Außerdem können sie als zentrales Organ der Vormärz Literatur gelten. Der liberale Verleger Otto Wigand gab neben den Jahrbüchern ei…ne ganze Reihe von Werken der Vormärzliteratur und aus den Kreisen der Junghegelianer heraus. Er verlegte u. a. auch ?Die Lage der arbeitenden Klasse in England? von Friedrich Engels, das Gesamtwerk v. Ludwig Feuerbach, weitere Literatur von Arnold Ruge, aber auch Max Stirners ?Der Einzige und sein Eigentum? Die vom zeitweiligen Weggefährten Marx? Arnold Ruge und seinem Freund Theodor Echtemeyer begründeten Jahrbücher, versammelten im Laufe der Zeit die kritischste Tendenz der zeitgenössischen Philosophie, den Linkshegelianismus. Unter den Autoren befanden sich, neben Arnold Ruge selbst, so prominente Figuren wie Ludwig Feuerbach und Bruno Bauer. Sogar ein gewisser ?Friedrich Oswald?, kein anderer als Friedrich Engels, veröffentlichte in diesem Forum der kritischen Intelligenz einen seiner frühen Artikel mit dem Titel: ?Alexander Jung. Vorlesungen über die moderne Literatur der Deutschen.? (Vgl.: MEW Bd. I/ MEGA I/3). Dieser in den ?Deutschen Jahrbüchern? erstmals veröffentlichte Text Engels? markiert dessen endgültigen Bruch mit dem ?Jungen Deutschland? und zugleich das Ende des bisher vornehmlich literarischen Wirkens Engels. Er verdeutlicht Engels Hinwendung zu einer politisch und theoretisch radikalen Interpretation Hegels sowie einer bald charakteristisch werdenden Vermittlung objektiver Analyse mit praktischem politischen Kampf. In dem Artikel verteidigt er die objektive Komponente Hegels und der Junghegelianer gegen die Angriffe des Jungen Deutschlands und kritisiert ihre (rein) subjektivistischen Standpunkte. Bei Begründung der Zeitschrift im Jahre 1838 gehörte sie zu den ambitioniertesten Projekten der damaligen Wissenschaftslandschaft. Schnell jedoch verengte sich der Personenkreis, der bereit war, in dieser Zeitung zu veröffentlichen, in dem Maße wie sich die Tendenz des Herausgebers und einiger zentraler Autoren zu religions- und staatskritischen Tönen verstärkte. Anfänglich brachten Ruge und andere Junghegelianer noch das ?gute? aufgeklärte Preußen, in dem Hegel den Staat schlechthin und die Realisation des Weltgeistes gesehen hatte, gegen den Obskurantismus des Katholizismus in Anschlag, so z. B. im ?Leo-Hegelschen Streit? Von Seiten der Junghegelianer wurde er auf den Seiten der ?Hallischen Jahrbücher? ausgetragen. Dieser führte jedoch dazu, dass die Strömung um Ruge in Konflikt mit den konservativeren Vertretern des Hegelianismus gerieten und die reaktionäre Fraktion in Deutschland erkannte, dass hier keine philosophisch-religiöse, sondern eine politische Auseinandersetzung geführt wurde. Die Diskussion trug maßgeblich bei, dass Ludwig Feuerbach den bisherigen Hegelianismus einer kritischen Neubewertung unterzog und seine Auseinandersetzung mit der Religion immer radikalere Züge annahm ? letztlich also auch zur wissenschaftlichen Begründung eines Materialismus im Marx?schen Sinne. Was Feuerbach z. B. mit der ?Kritik der ?positiven Philosophie??, erschienen im Dezember 1838 in den Jahrbüchern, begann, mündete in die ?Kritik der hegelschen Philosophie?, in den Nummern vom August und September 1939. Hier formulierte er den Gedanken, dass die Hegelsche Philosophie nicht als Vollendung der Philosophie überhaupt zu verstehen sei, sondern als nur eine Stufe in der geistigen Entwicklung der Menschheit. Er verwarf bereits den Gedanken, dass die ?Gattung? Mensch, sich in einzelnen Individuen realisiere und unterzog die quasi religiösen Momente im Hegelschen Gedankengebäude, seine ?rationale Mystik?, einer scharfen Kritik. Der Hauptfehler des Hegelianismus sei sein ?Bruch mit der sinnlichen Auffassung?, also nicht von der dinglichen Welt und dem Menschen als physischem, bedürftigen Wesen auszugehen.