Published by Zürich, Schulthess & Co., 1930
Seller: Biblion Antiquariat, Zürich, ZH, Switzerland
38 S. O.-Broschur.
Published by Zürich, Orell, Füssli und Compagnie., 1831
Seller: Biblion Antiquariat, Zürich, ZH, Switzerland
48 S. Interims-Broschur ungebunden. Minim gebräunt, sehr gute Erhaltung. Sprache: deutsch.
Published by [Zürich 1838] -, 1838
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Gr.-8°. 15 SS. 1 gest. Planansicht (Front.), 1 gest. Kopfvignette. Druck auf Bütten. OBrosch. (etwas knittrig u. min. fleckig). Seiten durchgehend stockfleckig u. etwas knittrig, einige eher unbedeutende Randläsuren, Plan weitestgehend sauber, Vignette wenig störend tangiert. Alters-, Lagerungs- u. etwas Gebrauchsspuren. Gesamthaft ordentliches (gutes Gebrauchs-) Exemplar. - - 33. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 938 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 68 (Nr. 673); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - Besprochen werden u.a. der Plappart-Krieg von 1458, ein etwas seltsamer Kriegszug von Luzernern auf Konstanz (diese "sonderbare Fehde beweist, wie wenig es bedurfte, um die Schweizer jener Zeit unter die Waffen zu bringen [.]. Die wichtigste Folge [.] war Rapperschweils Uebergang zu den Eidsgenossen", p. 4), die Belagerung von Winterthur Ende 1460 (mit genauen technischen Anmerkungen zu den Geschützen der belagernden Zürcher Truppen anhand der Vignette), der Mülhauser-Krieg 1467/1468, sowie die Belagerung von Waldshut 1468. - Attraktive Titelvignette von Franz Hegi in Aquatinta, in kräftigen Farben sorgfältig und detailreich koloriert (Appenzeller Nr. 1010): 'Die Belagerung von Winterthur, 1460':"Hinter Schanzkörben stehen links zwei und rechts eine dritte Kanone, dazwischen vier Krieger in ihrer damaligen Rüstung und Bewaffnung, sowie ein Pferd. Es soll dies eine Szene aus den gegen Winterthur auf dem Heiligenberg getroffenen Belagerungsanstalten sein, zeigt aber mehr das Geschützwesen jener Zeit, da jede Andeutung auf die Oertlichkeit fehlt." (App.). Die Krieger in sehr unterschiedlicher Ausrüstung (Vollharnisch, Kettenhemd, etc.) resp. Helmtypen (Schallern, Geschlossener Helm od. Visierhelm, Barbuta, bzw. spitze Beckenhaube mit seitlichen Dornenplatten od. Backendornen) - Detailliert gestochener, durch feine Stichelarbeit differenziert strukturierter Plan in Kupferstich (anon.) der Stadt (Alt-) Winterthur mit Umgebung, umfassend das Gebiet der Strasse von/nach Wülflingen und Veltheim NW bzw. Schaffhausen, Strasse nach St. Gallen NO, Weiler 'in der Schleife' O, südlich oberhalb der Stadt das Chorherrenstift Heiligenberg, Bühl und Sonnenberg, sowie (Hof?) Metteli S und Strasse von Zürich W -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann v.a. von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1869 -, 1869
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 819-864. Gest. Front. in kräftigem Abzug (marginal etwas angestaubt u. stockfleckig, verso gebräunt, Darstellung mässig störend tangiert). OBrosch. (marginal materialbedingt etwas spröde/brüchig, Deckel remontiert, Vorderdeckel marginal feuchtigkeitsrandig u. in Kopf- u. Fusssteg alt hinterlegt u. dadurch etwas gewölbt). Seiten weitestgehend sauber. Alters-, Lagerungs- u. Reparatur-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft sehr ordentliches Exemplar. - - 64. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 71 (Nr. 704); Barth 25902 (für die ganze Serie); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts' (1806-1849), brachten die Hefte 45-64 (Jahrgänge 1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 20, als Schlussheft der Titelserie 1850-1868: detailreiches, fachspezifisch sehr nützliches Register u.d.T. 'Chronologische Uebersicht' nach zeitlicher Abfolge der (kriegerischen) Ereignisse und für die Artillerie relevanten Waffen, Geschütze, Rohre etc. (mit Heftnummern und Seitenangaben) : Die Artilleriegeschichte setzt ein mit dem Jahr 1346 ('Urkundlich begründete Nachricht von gegossenem Geschütze aus Flandern'), und schliesst mit der Beendigung der Belagerung der Festung Hüningen (August 1815), dem Pariser Frieden vom 21. November 1815, und dem historischen Personalbestand der Feuerwerkergesellschaft - Das fein und differenziert gestochene Frontispiz in Stahlstich, bez. 'J. C. [Johann Conrad] Werdmüller, gez. u. rad.', zeigt "das Erdgeschoß des großen Zeughauses mit in Thätigkeit begriffenen Artilleristen" (Horner p. 34). "Der mit der pünktlichsten Genauigkeit bearbeitete Stahlstich stellt (unmittelbar vor dessen Veränderung) das Erdgeschoß des großen Zeughauses dar, das in einen breiten Mittelgang und zwey schmälere Seitengänge abgetheilt sich befindet, welche durch Säulen von einander unterschieden sind. In dem Seitengange Rechts liegen auf dem Boden hingestreckt (demontirte) Geschützröhren [Anm.: folgt die Beschreibung der vorhandenen Geschütz- bzw. Rohrtypen]. [. .In] dem Säulengange Links längs der Wand (Mauer) Kugel-Pyramiden, zunächst eine von steinernen, die entferntern von eisernen Kugeln; den Säulen nach die zu bemeldten Geschützen gehörigen Protzen. Im Mittelgange stehen im Vordergrunde neuere Mörser [.]. Weiter Vorwärts [d.h. vom Eingang her] bemühen sich die eine Canone bedienenden Canoniere, dieselbe durch das gegen den Paradeplatz stehende Portal in das Zeughaus hineinzuführen." (Vorderdeckel-Innenseite) - Das sog. Alte, Grosse oder Gelbe Zeughaus, In Gassen 6, befand sich ursprünglich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den anderen Zürcher Zeughäusern und zum damaligen Exerzierplatz, dem heutigen Paradeplatz. "Die Errichtung, Vergrösserung und Vermehrung hing hauptsächlich von der sich steigernden Bedeutung der Artillerie ab. Die Zeughäuser wurden Sehenswürdigkeiten der Städte. Als der Regierungsrat 1867 beschloss, alle Militärgebäude nach Aussersihl zu verlegen, kamen die alten Zeughäuser meistens in private Hände. Der Name blieb nur noch dem 'Gelben Zeughaus' erhalten." (Escher, op. cit., p. 394, mit Abb. 283, p. 397: Das 'Artilleriegeschoss' im 'Grossen Zeughaus'). Das Gebäude des 'Grossen Zeughauses' ist heute bekannt als Restaurant 'Zeughauskeller'. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell Füssli & Co. 1885 -, 1885
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Teil 2 (v. 2). 4°. 40 SS. Farb. lithogr. Front. OBrosch. (unterschiedlich lichtrandig). Leichtere Alters- u. Lagerungs-, wenig Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 80. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft (Artillerie-Collegium) - Horner p. 35; Rohr [Fries] p. 72 f. (Nr. 719, für beide Hefte); Barth 16832 (anon., via 'Ziegler'); Brandstetter I, p. 421 ('Ad. Bürkli') - Frontispiz: Landschaftsstudie 'Fac-Simile einer Skizze Generalmajor Ziegler's vom Oktober 1807' in Farblithographie, als Beleg seiner künstlerischen Ambitionen: ein "Landschaftsbild, das seine Befähigung zum Künstler darthut" (p. 7) - "Unser vorjähriges Neujahrsblatt hat die Selbstbiographie des Generalmajors Jakob Christoph Ziegler bis in sein zweiunddreissigstes Lebensjahr enthalten und am Schlusse berichtet, wie derselbe am 20. Januar 1801 aus kaiserlichem Dienste wieder in seiner Vaterstadt eingetroffen ist. Zur Orientierung derjenigen unserer Leser, denen der Inhalt unseres vorjährigen Blattes nicht mehr in Erinnerung ist oder die dasselbe nicht erhalten haben sollten, resümieren wir jenen Inhalt in Kürze in chronologischer Ordnung." (p. 3; folgt die Chronologie nach: I. Jugendleben und französischer Dienst 1768-1791; II. Der österreichische Dienst 1792-1798; III.-V. Dienst im Regiment von Bachmann 1799-1801 - INHALT des vorliegenden Heftes : VI.-XII: vom Bombardement von Zürich [1802] und der Mediationsakte 1802/1803 bis zum letzten militärischen Dienst, dem Rücktritt vom Militär und Schluss der Autobiographie 1831/1832 -- Im Anschluss an die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie' (1850-69) begannen die 1871-76 von Wilhelm Meyer-Ott verfassten, und bis ca. 1900 von andern Autoren fortgesetzten Darstellungen von Zürchern in fremden Kriegsdiensten. Seit dem Tode Meyers am 6.3.1877 war dies meist Oberstlieutenant Adolf Bürkli. Diese Reihe wurde nur gelegentlich von anderen Themen und Autoren unterbrochen. Das ursprüngliche Konzept bestand darin, dass jeweils "nach einer allgemeinen Einleitung jedes Mal um bestimmte, theilweise auch im Porträt vorgeführte Persönlichkeiten herum die Ereignisse einer kriegerischen Epoche sich anreihen, unter schärfster Erfassung der wesentlichen Gesichtspunkte." (Horner, p. 35) -- Jakob Christoph Ziegler (1768-1859), Militär hauptsächlich in fremden Diensten, Vater des vor allem durch seinen Einsatz im Sonderbundskrieg bekannten 'Oberst [Paul Karl Eduard] Ziegler'. J. C. Ziegler stand seit 1785 in französischen Diensten, ab 1799 als Oberstwachtmeister im Regiment [Nicolaus Franz] v. Bachmann. 1802, noch zur Zeit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) Mitglied der Interimsregierung und Oberst während der Belagerung von Zürich, in den Jahren der Mediationsverfassung Zürcher Kantonsrat und Truppenkommandant bei verschiedenen Einsätzen (Bockenkrieg 1804, Grenzbesetzungen 1805, 1809 und 1813). Eintritt in niederländische Dienste 1814 als Kommandant des Schweizerregiments Nr. 30 'v. Ziegler'; nach Auflösung des Regiments 1829 Rückkehr nach Zürich. 1831 Stadtrat, Förderer der Künstlergesellschaft und deren Präsident 1835-1842 (HBLS). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1845] -, 1845
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Teil 7 (v. 7). Gr.-8°. 15 SS. Gest. u. teilkolorierter Faltplan bez. Müllhaupt fec. (marginal leicht knittrig), gest. Kopfvignette. Druck auf Bütten. OBrosch. (min. fleckig, leicht knittrig). Vorderdeckel u. Plantafel im Kopf mit kleinem Einriss (hinterlegt, ausserh. d. Darstellung), Seiten im Kopfsteg etwas bestossen/knittrig, marginal gelegentlich etwas stockfleckig (blass, kaum störend). Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - 40. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner p. 32 (für Nüscheler); Rohr [Fries] 680, allg.: p. 63 (Autorschaft); Haupttitel nach Barth 1022; Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - Das Thema der Burgunderkriege wurde als Fortsetzungsreihe in den 7 Neujahrsblättern 1839-1845 dargestellt - Kopfvignette (Sujet 7.9 x 12.6 cm) von Franz Hegi in Aquatinta, in recht gutem Abzug (unbez.; Appenzeller 1017) : 'Herzog Renatus an der Leiche Karls des Kühnen, 1477': "Vor einem schwarzen Zelt liegt auf einem Paradebette der entstellte Leichnam Karls, der in der Schlacht bei Nancy erschlagen wurde. Rechts ergreift Herzog Renatus dessen Hand und besprengt ihn mit Weihwasser, vorn kniet Karls Kaplan im weissen Chorhemde. Unter den die Gruppe umgebenden Personen steht links ein burgundischer Ritter im Gespräche mit dem portugiesischen Leibarzte, rechts ein Edelknabe mit dem Weihwasserkessel und eine lothringische Leibwache mit Partisane." (App.) - Fein gestochene und mit etwas Schraffur modellierte Faltkarte (Sujet ca. 33.8 x 11.5 cm) des Gebietes von Nancy im Norden bis La Neuville (SO) und Haudemont (heute: Houdemont) im Südwesten: 'Schlacht bei Nancy, 5. Januar 1477' in Kupferstich von Müllhaupt (Horner, p. 32 f., wohl nach Ing.-Oberst Heinrich Pestalozzi), mit kolorierten Truppenaufstellungen u. Gewässern (Meurthe u. kl. See westl. von St. Pierre Faubourg) - Thema des Heftes ist der kriegsmässige Schlusspunkt der Burgunderkriege: "Karl der Kühne wurde zuerst nach der Belagerung von Grandson in der Schlacht bei Grandson (2.3.1476) in die Flucht geschlagen und verlor seine gesamte kostbare Habe. Auch die Revanche durch die Belagerung von Murten misslang ihm; sein Söldnerheer wurde in der Schlacht bei Murten (22.6.1476) aufgerieben. Den dritten Versuch bezahlte Karl der Kühne mit dem Leben; Unbekannte erschlugen ihn nach der Schlacht bei Nancy (5.1.1477), in welcher die Eidgenossen dem verbündeten Herzog von Lothringen zu Hilfe geeilt waren." (HLS). -- Karl war im Prinzip den Eidgenossen gutgesinnt. Durch eine fatale Verknüpfung von Umständen geriet er aber einerseits in eine Schutzverpflichtung zu Gunsten des österreichischen Herzogs Sigismund von Habsburg, dem die Eidgenossen immer wieder zu schaffen machten, und andererseits wurde er durch Übergriffe von Bern in der Waadt, die dem mit Burgund verbündeten Savoyen gehörte, arg provoziert. Ausserdem eroberten die Oberwalliser mit ihren Verbündeten das ebenfalls savoyische Unterwallis. "Als der burgundische Herzog seinerseits als Vergeltung für die Waadtzüge Anfang 1476 gegen Freiburg und Bern ins Feld zog, eilten im letzten Moment die eidgenössischen und elsässischen Verbündeten zu Hilfe." (ibid.). Worauf das Unheil seinen Lauf nahm und bis dahin unbekannte Folgen zeitigte: "Schwerwiegend waren die Auswirkungen der Burgunderkriege auf das eidgenössische Sozialgefüge. Die Siege von Grandson und Murten veranlassten die Fürsten Europas, die erfolgreichen Eidgenossen als Söldner für sich zu gewinnen. [.] Die 'Chronik der Stadt Zürich' hält lapidar fest: 'Und kam vil geltz in das lant'. [.] Bereits der Berner Diebold Schilling der Ältere verfluchte das 'boess und verfluechte roupguot' der Burgunderbeute, welches die bestehende Ordnung verändert habe. [.] Die Erfolge der Krieg führenden Städte veränderten auch das Kräftegleichgewicht zwischen Städte- und Länderorten. [.] Gegen das Überwiegen der Städte wehrten sich aber die innern Orte. Gleichzeitig machte sich die Unzufriedenheit mit der Politik der Städte in Aufständen Luft (Saubannerzug 1477, Amstaldenhandel 1478). Die Krise verschärfte sich durch das ewige Burgrecht der eidg. Städte samt Solothurn und Freiburg am 23.5.1477. Sie konnte erst durch das Stanser Verkommnis [22.12.1481] gelöst werden." (ibid.; vgl. E. Gagliardi, Geschichte Bd. 1, 1934, p. 369 ff.; P. Dürrenmatt, Schweizer Geschichte, 1, 1963, p. 131 ff.; zur Burgunderbeute s. Ausstellungskatalog Bern. Hist. Museum 1969). -- "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne [.] durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die [.] Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1862 -, 1862
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 503-551. Lithogr. Front. (Bundstegkante u. verso etwas gebräunt/stockfleckig, Darstellung sauber). OBrosch. (min. fleckig). Seiten etwas (griff-) knittrig, im Bereich des Front. etwas stockfleckig. Leichtere Alters-, Lagerungs- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 57. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 71 (Nr. 697); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 13 : Vom 20. September ('Herbstmonath') bis 29. Februar 1804 (u.a. Winterthur, Gefechte bei Embrach und Rümlang, Übergabe von Baden und von Solothurn, General Rudolf von Erlach, Einnahme von Bern, Auszug von General auf der Maur, Tagsatzung in Schwyz, Rückzug von General Andermatt, Ankunft von General Rapp, Auflösung der Tagsatzung und ihres Heeres, Zug nach Bauma und nach Wald, Auflösung der Provisorischen Regierung; Kriegsschiff, Consulta, Mediationsakte, Tagsatzung in Fribourg, Abzug der Franzosen); Der sogenannte Bockenkrieg vom 1. März bis 7. Juni ('Brachmonath') 1804 (relativ ausführlich: pp. 529-551). - Die sehr fein gestochene Tafel (unbez.), lithographiert wohl nach einer Zeichnung von Johann Conrad Werdmüller (s. Horner p. 34), zeigt den Abmarsch des ersten Artillerie-Freibataillons unter dem Kommando von Oberstleutnant Ziegler vom 29. September 1802 nach Bern, "in dem Momente, wo [solches] die gedeckte Sihlbrücke theilweise bereits passiert hat. [.] Ganz der Natur getreu, d.h. sehr ungleichförmig ist die Kleidung [der] Infanteristen dargestellt. [.] Dass dieser Ausmarsch geschah und dass derselbe seine Richtung nach Bern nahm, das war Folge der Ereignisse, welche während und nach Zürichs Belagerung schlagähnlich auf einander gefolgt waren." (p. 509). - Sprache: de.
Published by [Zürich 1833] -, 1833
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
8°. 14 SS. 1 gest. Kartenausschnitt (Front.), 1 gest. Kopfvignette. Druck auf Bütten. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten marginal min. stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, wenig eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 28. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 860 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 67 (Nr. 668); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - "Mit der Schlacht bei Arbedo kam 1422 die eidgenössische Expansion südlich des Alpenhauptkamms für einige Jahrzehnte zum Stillstand. Der Herzog von Mailand [.] bot den Urnern und Obwaldnern den Rückkauf von Stadt und Festung Bellinzona an, die sie 1419 von den Herren von Sax erworben hatten [.]. Sie lehnten das Angebot ab, und der Herzog sandte im April 1422 ein Heer unter dem Condottiere Francesco Bussone, Graf von Carmagnola [.] aus. Dieser besetzte innert weniger Tage Bellinzona, die Riviera, das Bleniotal und die Leventina bis zum Engpass am Monte Piottino. Die daraufhin ausgerückten Urner und ihre Verbündeten: Leventiner, Nidwaldner, Luzerner und Zuger, insgesamt 2'500 Mann, belagerten erfolglos Bellinzona und zogen sich dann etwas talaufwärts nach Arbedo zurück [.]. [.] Carmagnola [.] griff im Morgengrauen des 30.6.1422 überraschend das Lager der Eidgenossen an. Ein heftiger Kampf entbrannte, und [. es gelang den Eidgenossen], die feindliche Front zu durchbrechen, über die Moesa zu setzen und den Rückzug talaufwärts anzutreten. [.] Die Niederlage bei Arbedo entzweite die Eidgenossen tief, sowohl die unmittelbar Beteiligten, wie auch diejenigen, die sich ferngehalten hatten (Bern) oder nur den Bündnisbestimmungen gefolgt waren, indem sie Verstärkung schickten, die übrigens zu spät eintraf (Zürich)." (HLS) - Titelvignette von Franz Hegi in Aquatinta (Appenzeller Nr. 1005) : 'Die Schlacht bei Arbedo, 1422': "In der Mitte des Kampfplatzes sinkt sterbend der junge Hans Kolin, das Zugerbanner krampfhaft mit der Linken haltend, auf die Leiche seines Vaters, des Bannerherrn Peter Kolin. Hinter ihm rettet Johann Landwing [Landtwing] mit erhobener Streitaxt das Banner vor den von rechts mit ihren Speeren auf ihn eindringenden Italienern." (App.) - Detaillierte, mit Schraffuren und Waldpartien modellierte Karte (anon.) in Kupferstich 'Das Schlachtfeld bey Arbedo. Ao. 1422', umfassend das vom Ticino durchflossene Gebiet von Bodio NW, San Vittore O (GR, Kr. Roveredo, Bez. Moesa), Bellinzona S und Prosito W -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann vor allem von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1854 -, 1854
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 117-158. Lithogr. Front. (min. stockfleckig, in der Darstellung kaum sichtbar). OBrosch. Seiten marginal gelegentlich etwas stockfleckig. Leichte Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft sehr ordentliches Exemplar. - - 49. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 689); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 5 : Territorialabteilung des Kantons Zürich in 10 Quartiere (Hochwachten, Mannschaftsbestand etc. der Quartiere im Jahre 1679, Freifahnen, Umgestaltung des Artilleriekorps, Bestand desselben 1677, 1681, 1686, Artilleriekompagnie in Winterthur); Freiwillige militärische Gesellschaften, Schiessstätten auf der Landschaft, Schützengesellschaft in Winterthur, Gesellschaft der Böcke, Bogenschützengesellschaft auf dem Lindenhof, Büchsenschützengesellschaft am Platz; Geschichte der Feuerwerker-Gesellschaft von 1686 bis 1700, Compendium der Artillerie-Wissenschaft, Praktische Ausbildung Zürcherischer Artillerie-Offiziere im Ausland, Arbeiten für das Ernstfeuerwerk, Geschützversuche, Die Braunau [i.e. Allmend Brunau] als Übungsplatz, Stubenhitzen - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri, lithographiert von Perrin, zeigt ein grösseres Manöver auf der Allmend Brunau vom 14. Mai 1694, in welchem eine Belagerung eingeübt wurde : "Man erblickt [.] in einiger Entfernung die belagerte Festung, und die im Zickzack gegen dieselbe eröffneten Laufgräben. Von den gegen diese Festung operierenden Batterien ist neben einer Canonen-, auch eine Mörser-Batterie dargestellt, beyde mit Schanzkorbbrustwehren [.]. [.] Den Hintergrund bildet der Uetliberg, auf welchem man die Hochwacht nebst der Signalstange wahrnimmt." (p. 157). - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1854 -, 1854
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 117-158. 1 lithogr. Tafel (in den Stegen unbedeutend stockfleckig). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten marginal min. stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - 49. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 689); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 5 : Territorialabteilung des Kantons Zürich in 10 Quartiere (Hochwachten, Mannschaftsbestand etc. der Quartiere im Jahre 1679, Freifahnen, Umgestaltung des Artilleriekorps, Bestand desselben 1677, 1681, 1686, Artilleriekompagnie in Winterthur); Freiwillige militärische Gesellschaften, Schiessstätten auf der Landschaft, Schützengesellschaft in Winterthur, Gesellschaft der Böcke, Bogenschützengesellschaft auf dem Lindenhof, Büchsenschützengesellschaft am Platz; Geschichte der Feuerwerker-Gesellschaft von 1686 bis 1700, Compendium der Artillerie-Wissenschaft, Praktische Ausbildung Zürcherischer Artillerie-Offiziere im Ausland, Arbeiten für das Ernstfeuerwerk, Geschützversuche, Die Braunau [i.e. Allmend Brunau] als Übungsplatz, Stubenhitzen - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri, lithographiert von Perrin, zeigt ein grösseres Manöver auf der Allmend Brunau vom 14. Mai 1694, in welchem eine Belagerung eingeübt wurde : "Man erblickt [.] in einiger Entfernung die belagerte Festung, und die im Zickzack gegen dieselbe eröffneten Laufgräben. Von den gegen diese Festung operierenden Batterien ist neben einer Canonen-, auch eine Mörser-Batterie dargestellt, beyde mit Schanzkorbbrustwehren [.]. [.] Den Hintergrund bildet der Uetliberg, auf welchem man die Hochwacht nebst der Signalstange wahrnimmt." (p. 157). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1857 -, 1857
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 253-300. 1 wohl gest. Tafel (papierbedingte leichtere Bräunungen/Stockflecken v.a. marginal, verso mehr, in der Darstellung wenig störend). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten nur im Bereich der Tafel blass stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, kaum eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - 52. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 692); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 8 : Die Folgen des Toggenburger Krieges [auch: Zweiter Villmergerkrieg od. Zwölferkrieg; vgl. HLS, Villmergerkrieg]; Die Feuerwerker Gesellschaft 1713-1762; Die Pulverfabrikation; Geschützgiesserei (u.a. Giessung [Guss, Geschützguss] von 54 Feldgeschützen in Lindau); Zeughäuser (u.a. Geschützbestand 1747); Der Zeitraum von 1713-1762 (Ende des Toggenburger-Konflikts, Trücklibund, Polnischer Thronfolgekrieg, Die Festung Hüningen, Oesterreichischer Erbfolgekrieg, Der Liviner-Handel) - Die sehr fein und detailliert gestochene Tafel von R. Denzler ('sc.') nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri wohl in Kupferstich, was wegen des saugfähigen schwereren Papiers (Kupferdruckpapier) und trotz des fehlenden Randes der Druckplatte durchaus möglich ist. Horner (p. 34) spricht etwas gar pauschal von 'lithographischen Tafeln'. Jedenfalls gilt der Zürcher Hans Rudolf Denzler (1801-1857) gem. SIKART vorab als Kupferstecher ("Aquarell und Zeichnung; Ansichten aus dem Kanton Zürich, Illustrationen zu Neujahrsblättern") - Das Sujet zeigt den am 20. August 1750 manövermässig durchgeführten "Angriff auf das Kronenravelin (das die Kronenporte deckende Aussenwerk) [.] gerade in dem Momente, wo dasselbe, nach hartnäckiger Gegenwehr [.] von den Grenadieren des Offensivcorps auf 2 verschiedenen Punkten auf Leitern erstiegen wird. [.] Auf der durch das Ravelin nach der Stadt führenden Heerstrasse sind 2, und rechts von der Angriffs-Colonne 1 Canone aufgestellt und in voller Action begriffen. [.] Bey der so getreuen und genauen Art der Darstellung gewährt es ein besonderes Interesse, die nach und nach so bedeutend sich verändernden militairischen und anderen Costümes zu betrachten, wenn man in den bereits erschienenen [.] Neujahrsblättern die Bilder von 1531, 1653, 1656, 1694, 1711, 1712 und 1750 mit einander zu vergleichen sich die Mühe giebt." (p. 260 u. 261, Fussnote 32) - Zu sehen ist eine der Infanterie Feuerdeckung gebende Artilleriestellung auf dem Steg vor dem Kronenravelin und der Kronenporte mit der Ziehbrücke, dahinter wohl der Schienhutschopf (vgl. A. Mantel, Gesch. d. Zürcher Stadtbefestigung, 3, 1921, Abb. 10, u. Text p. 52). Das Kronenbollwerk stand seinerzeit an der Stelle des nordwestlichen Flügels der Eidg. Technischen Hochschule ETH (K. Escher, Kunstdenkmäler Kt. Zürich. Bd. IV: Die Stadt Zürich. 1. Teil. Basel 1939, p. 58; vgl. Abb. 14, p. 27, Stadtplan von Heinrich Vogel 1705). Vgl. die Aufnahme durch Ing. Joh. Müller von 1788 in: StAr Zürich, Plan E 246: Schanzenlehen Nr. 4, Grosse Stadt, beim Kronen-Bollwerk; Grundriss. -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1860 -, 1860
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 401-452. 1 tonlithogr. Tafel (papierbedingte leichtere Bräunungen/Stockflecken v.a. marginal, verso mehr, in der Darstellung wenig störend). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten wenig stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 55. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 695); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 11 : Zeit der Landesversammlung (u.a. Landgarnison, Annahme der Helvetischen Verfassung [12.4.1798], Verteilung von 60 Geschützen auf die Landschaft); Kampf der Innerschweizer Kantone (u.a. Widerstand der Innerschweiz gegen die Helvetik, Einzug der Franzosen in Zürich, Gefechte bei Hägglingen, Rapperswil und Richterswil, sowie an der Schindellegi, bei Rothenthurm, am Morgarten und bei Arth, Einnahme von Luzern); Französisch-Helvetische Herrschaft (u.a. Heldenkampf der Nidwaldner, Einquartierung, Helvetische Legion etc.); Feldzug von 1799 vom 1. März bis 26. September ('Herbstmonath'; u.a. Graubündens Einnahme durch die Franzosen, Passiver und aktiver Widerstand, Französische Defensivaufstellung, Räumung von Schaffhausen, Treffen bei Frauenfeld, Erste Schlacht von Zürich am 4. Juni 1799, Gefecht bei Albisrieden u. im Sihlfeld, sowie bei Wollishofen u. Leimbach, Seepatrouillen, Ankunft der Russen, Zweite Schlacht bei Zürich am 25. und 26. September 1799) - Die attraktive, detailgetreue u. tonig modellierte Tafel nach einer Zeichnung von Johann Conrad Werdmüller ('J.C.W.'; vgl. Horner p. 34), lithographiert von Perrin, zeigt die russische Haubitzenbatterie auf der Katze [Katz] mit zwei Geschützen, gerichtet gegen das Sihlfeld : "Im Laufe des Nachmittags [d. 25. Herbstmonat, i. e. September 1799] trafen etwa 25 junge Zürcher [.] unweit der Sihlporte auf 2 Kaiserliche [russische] Artilleristen, welche 2 daselbst stehende Haubitzen auf die Katz zu bringen beabsichtigten und die Mithilfe jener Knaben hiefür in Anspruch nahmen. Diese fanden sich dazu bereitwillig und brachten die beyden Geschütze [.] auf die Höhe der Katze, wo sie, Front gegen das Sihlfeld, sofort in Batterie aufgestellt wurden. Da nun französische Reuter gerade im Begriffe standen, die unweit der Rothenwand aufgestellten Russischen Husaren zu chargieren, so wurden die beyden Haubitzen schnell geladen, auf die heransprengenden Franzosen gerichtet, und sodann losgebrannt, mit so gutem Erfolg, dass die Französischen Reuter sich zerstreuten. [.] Die Haubitze links wird von Einem der beyden Artilleristen gerade losgefeuert, während der Andere, welcher den Aufsatz in der rechten Hand hält, die Wirkung des Schusses aufmerksam beobachtet, um die Elevation der noch nicht gerichteten rechts stehenden Haubitze darnach zu bestimmen. [.] Die beyden sechszölligen Zürcherischen Haubitzen sind nach dem Gribeauval'schen Systeme gegossen und laffetiert [.]. Die K. K. Artilleristen sind nach damahliger Ordonnanz gekleidet" (folgt der detaillierte Beschrieb; p. 449 f.). Im Hintergrund auszumachen sind: Wasserturm, Scharfrichterwohnung ("nunmehrige Thierarzneyschule"), Stadtsäge, Müllerische Mühle mit Wagenschopf, die gedeckte Sihlbrücke mit der Heerstrasse nach Baden, links Kirche und Pfrundhaus St. Jakob, rechts Steinbrüchlische Bleiche, dahinter das ehem. Landhaus Hirzel mit zwei Pappeln, der Kirchturm von Altstetten, rechts die Kirche Höngg. Den Horizont bilden der Hasenberg, die Lägern und die Limmatanhöhen (p. 450). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1862 -, 1862
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 503-551. 1 tonlithogr. Tafel (papierbedingte leichtere Bräunungen/Stockflecken v.a. marginal, verso stärker, in der Darstellung wenig störend). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten im Bereich der Tafel blass stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 57. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 71 (Nr. 697); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 13 : Vom 20. September ('Herbstmonath') bis 29. Februar 1804 (u.a. Winterthur, Gefechte bei Embrach und Rümlang, Übergabe von Baden und von Solothurn, General Rudolf von Erlach, Einnahme von Bern, Auszug von General auf der Maur, Tagsatzung in Schwyz, Rückzug von General Andermatt, Ankunft von General Rapp, Auflösung der Tagsatzung und ihres Heeres, Zug nach Bauma und nach Wald, Auflösung der Provisorischen Regierung; Kriegsschiff, Consulta, Mediationsakte, Tagsatzung in Fribourg, Abzug der Franzosen); Der sogenannte Bockenkrieg vom 1. März bis 7. Juni ('Brachmonath') 1804 (relativ ausführlich: pp. 529-551). - Die sehr fein gestochene Tafel (unbez.), lithographiert wohl nach einer Zeichnung von Johann Conrad Werdmüller (s. Horner p. 34), zeigt den Abmarsch des ersten Artillerie-Freibataillons unter dem Kommando von Oberstleutnant Ziegler vom 29. September 1802 nach Bern, "in dem Momente, wo [solches] die gedeckte Sihlbrücke theilweise bereits passiert hat. [.] Ganz der Natur getreu, d.h. sehr ungleichförmig ist die Kleidung [der] Infanteristen dargestellt. [.] Dass dieser Ausmarsch geschah und dass derselbe seine Richtung nach Bern nahm, das war Folge der Ereignisse, welche während und nach Zürichs Belagerung schlagähnlich auf einander gefolgt waren." (p. 509). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1865 -, 1865
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 647-699. Lithogr. Front (auf chamois-getöntem, schwerem Papier). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Wenig Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gutes Exemplar. - - 60. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 71 (Nr. 700); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 16 : Die Hundert Tage (u.a. Napoleons Abreise aus Elba, Weigerung der 4 Schweizerregimenter und ihre Entlassung, Oberst von Affry [d'Affry], Die Gebrüder Stoffel, Feldzug in Italien); Vom 1. März bis 24. Juli 1815 ('Heumonath'; u.a. Vorkehrungen und Mobilmachung in der Schweiz, Neue Ernennungen in den Generalstab, Generalmajor von Steigentesch, Reorganisation der aus Frankreich zurückgekehrten Schweizertruppen, Schlachten bei Ligny und Waterloo, Vorrücken der Oesterreicher, Basels Beschiessung aus Hüningen, Eidgenössischer Heeresbestand Juli 1815, Unruhen in einigen Schweizer Brigaden, Räumung der Franche-Comté) - Die fein gestochene Tafel (schwacher Druckvermerk: Lith. Anst. Egli-Schätti), lithographiert wohl nach einer Zeichnung von Johann Conrad Werdmüller (s. Horner p. 34), zeigt den Zug der Artillerie-Division Füessli [Füssli] vom 18. April 1815 von Baden über Mellingen nach Suhr an der abschüssigen Strasse vor Mellingen. Im Vordergrund befindet sich "eine Piece, an welcher, der abschüssigen Strasse wegen, ein Canonier die Hemmkette einzuhängen im Begriffe steht [.]. Jenseits der Piece erblickt man zu Pferde den den Zug commandierenden Herrn Hauptmann Füessli [.]. Vor der zunächst stehenden zweyten fährt die erste Piece ungehindert weiter, und vor derselben bewegt sich die Artillerie-Mannschaft (die Compagnie) vorwärts [.]. Rechts, an den Wald anschliessend, sieht man das Schloss Lenzburg, zu äusserst Links den Pilatus, Rechts von demselben, den Horizont begränzend, die Gebirge des Berner Oberlandes." (p. 661 f.). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1857 -, 1857
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 253-300. Gest. Front. (verso etwas gebräunt, Darstellung weitgehend sauber). OBrosch. (Rückendeckel etwas fleckig). Seiten etwas (griff-) knittrig. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 52. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 692); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 8 : Die Folgen des Toggenburger Krieges [auch: Zweiter Villmergerkrieg od. Zwölferkrieg; vgl. HLS, Villmergerkrieg]; Die Feuerwerker Gesellschaft 1713-1762; Die Pulverfabrikation; Geschützgiesserei (u.a. Giessung [Guss, Geschützguss] von 54 Feldgeschützen in Lindau); Zeughäuser (u.a. Geschützbestand 1747); Der Zeitraum von 1713-1762 (Ende des Toggenburger-Konflikts, Trücklibund, Polnischer Thronfolgekrieg, Die Festung Hüningen, Oesterreichischer Erbfolgekrieg, Der Liviner-Handel) - Die sehr fein und detailliert gestochene Tafel von R. Denzler ('sc.') nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri wohl in Kupferstich, was wegen des saugfähigen schwereren Papiers (Kupferdruckpapier) und trotz des fehlenden Randes der Druckplatte durchaus möglich ist. Horner (p. 34) spricht etwas gar pauschal von 'lithographischen Tafeln'. Jedenfalls gilt der Zürcher Hans Rudolf Denzler (1801-1857) gem. SIKART vorab als Kupferstecher ("Aquarell und Zeichnung; Ansichten aus dem Kanton Zürich, Illustrationen zu Neujahrsblättern") - Das Sujet zeigt den am 20. August 1750 manövermässig durchgeführten "Angriff auf das Kronenravelin (das die Kronenporte deckende Aussenwerk) [.] gerade in dem Momente, wo dasselbe, nach hartnäckiger Gegenwehr [.] von den Grenadieren des Offensivcorps auf 2 verschiedenen Punkten auf Leitern erstiegen wird. [.] Auf der durch das Ravelin nach der Stadt führenden Heerstrasse sind 2, und rechts von der Angriffs-Colonne 1 Canone aufgestellt und in voller Action begriffen. [.] Bey der so getreuen und genauen Art der Darstellung gewährt es ein besonderes Interesse, die nach und nach so bedeutend sich verändernden militairischen und anderen Costümes zu betrachten, wenn man in den bereits erschienenen [.] Neujahrsblättern die Bilder von 1531, 1653, 1656, 1694, 1711, 1712 und 1750 mit einander zu vergleichen sich die Mühe giebt." (p. 260 u. 261, Fussnote 32) - Zu sehen ist eine der Infanterie Feuerdeckung gebende Artilleriestellung auf dem Steg vor dem Kronenravelin und der Kronenporte mit der Ziehbrücke, dahinter wohl der Schienhutschopf (vgl. A. Mantel, Gesch. d. Zürcher Stadtbefestigung, 3, 1921, Abb. 10, u. Text p. 52). Das Kronenbollwerk stand seinerzeit an der Stelle des nordwestlichen Flügels der Eidg. Technischen Hochschule ETH (K. Escher, Kunstdenkmäler Kt. Zürich. Bd. IV: Die Stadt Zürich. 1. Teil. Basel 1939, p. 58; vgl. Abb. 14, p. 27, Stadtplan von Heinrich Vogel 1705). Vgl. die Aufnahme durch Ing. Joh. Müller von 1788 in: StAr Zürich, Plan E 246: Schanzenlehen Nr. 4, Grosse Stadt, beim Kronen-Bollwerk; Grundriss. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1833] -, 1833
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Gr.-8°. 14 SS. 1 gest. Kartenausschnitt (Front.), 1 gest. Kopfvignette. Druck auf Bütten. OBrosch. Wenig Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft gutes Exemplar. - - 28. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 860 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 67 (Nr. 668); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - "Mit der Schlacht bei Arbedo kam 1422 die eidgenössische Expansion südlich des Alpenhauptkamms für einige Jahrzehnte zum Stillstand. Der Herzog von Mailand [.] bot den Urnern und Obwaldnern den Rückkauf von Stadt und Festung Bellinzona an, die sie 1419 von den Herren von Sax erworben hatten [.]. Sie lehnten das Angebot ab, und der Herzog sandte im April 1422 ein Heer unter dem Condottiere Francesco Bussone, Graf von Carmagnola [.] aus. Dieser besetzte innert weniger Tage Bellinzona, die Riviera, das Bleniotal und die Leventina bis zum Engpass am Monte Piottino. Die daraufhin ausgerückten Urner und ihre Verbündeten: Leventiner, Nidwaldner, Luzerner und Zuger, insgesamt 2'500 Mann, belagerten erfolglos Bellinzona und zogen sich dann etwas talaufwärts nach Arbedo zurück [.]. [.] Carmagnola [.] griff im Morgengrauen des 30.6.1422 überraschend das Lager der Eidgenossen an. Ein heftiger Kampf entbrannte, und [. es gelang den Eidgenossen], die feindliche Front zu durchbrechen, über die Moesa zu setzen und den Rückzug talaufwärts anzutreten. [.] Die Niederlage bei Arbedo entzweite die Eidgenossen tief, sowohl die unmittelbar Beteiligten, wie auch diejenigen, die sich ferngehalten hatten (Bern) oder nur den Bündnisbestimmungen gefolgt waren, indem sie Verstärkung schickten, die übrigens zu spät eintraf (Zürich)." (HLS) - Titelvignette von Franz Hegi in Aquatinta (Appenzeller Nr. 1005) : 'Die Schlacht bei Arbedo, 1422': "In der Mitte des Kampfplatzes sinkt sterbend der junge Hans Kolin, das Zugerbanner krampfhaft mit der Linken haltend, auf die Leiche seines Vaters, des Bannerherrn Peter Kolin. Hinter ihm rettet Johann Landwing [Landtwing] mit erhobener Streitaxt das Banner vor den von rechts mit ihren Speeren auf ihn eindringenden Italienern." (App.) - Detaillierte, mit Schraffuren und Waldpartien modellierte Karte (anon.) in Kupferstich 'Das Schlachtfeld bey Arbedo. Ao. 1422', umfassend das vom Ticino durchflossene Gebiet von Bodio NW, San Vittore O (GR, Kr. Roveredo, Bez. Moesa), Bellinzona S und Prosito W -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann vor allem von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) - Sprache: de.
Published by Bern, Druck und Verlag der Haller'schen Buchdruckerei (B. F. Haller) 1861 -, 1861
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Kl.-8° (17.8 x 12.4 x 2 cm). IV, 1 Bl., 380 SS. Tonlithogr. Portr.-Front. (H. L. v. Erlach; etwas knittrig, marginal stockfleckig, ausserh. Darst.), 2 tonlithogr. Falttafeln (marginal stockfleckig, verso mehr). Interims-Brosch. (schwarz, später) mit mont. Deckelschild. Seiten unterschiedlich stockfleckig und knittrig (äusserste Lagen mehr). Alters- u. Gebrauchsspuren, Partie 4 (Stürler) mit sauberen Bearbeitungsspuren in Bleistift. Gesamthaft recht ordentliches Exemplar. - - Vorwort dat. Bern, 18. November 1860 - Integral digitalis. in e-periodica - Teile 3 u. 4 (pp. 173-366) als Fortsetzung der seit 1856 im BT erschienenen Beiträge zur Geschichte des Untergangs der alten Republik Bern im Jahre 1798 - Falttafeln: 1. Vereinigung der drei Rheine bei Reichenau, 2. Hohen-Rhätien und Thusis mit dem Eingang in die Via Mala (Viamala), von Bruck [Fürstenaubruck] aus gesehen; beide von Buri&Jeker nach S. Kistler del. -- Ad 1 (pp. 1-96) : Biographie von Johann Ludwig v. Erlach (Bern 1595-1650 Breisach, damals Baden D), ref., bedeutender Militär v.a. in Fremden Diensten: 1618-25 während des Dreissigjährigen Kriegs Offizier in anhalt., brandenburg. und braunschweig. Diensten, [.], 1625 Oberst u. Generalquartiermeister im polnischen Feldzug des schwedischen Königs Gustav Adolf. 1627 Rückkehr nach Bern u. Grossrat, 1628 Schöpfer der bernischen Heeresreform [.]. 1629 entwarf [er] das erste eidg. Defensionale, [.] 1633 bernischer Oberbefehlshaber im Aargau [.]. 1632, dann wieder ab 1635 im Dienst des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar, als dessen Stabschef er 1638 den Feldzug am Oberrhein mit der Eroberung Laufenburgs, Rheinfeldens und des habsburgischen Bollwerks Breisach organisierte, franz. Gouverneur von Breisach, 1647 Generalleutnant, 1648 Teilnahme am Flandernfeldzug, 1649 Kommandant der franz. Armee im Reich (etc.; HLS; vgl. H. L. v. Erlach, 800 Jahre Berner von Erlach, 1989, pp. 245-286) - Ad 2 (pp. 97-172; Forts. zu BT 1860) : detailreicher erzählerischer, mit Gedichten durchsetzter Bericht über die Reise zweier Zeichner und Aquarellisten von Bern durch Täler Graubündens im August 1857 (das Original mit 104 Federzeichnungen befindet sich imStAr GR: D V/53, FR-D V/53) : 1860, im ersten Teil (Untertitel: die vier ersten Tage meiner Reiseerinnerungen) wird ausführlich über die Anreise via Luzern, über den Vierwaldstättersee, durch die Innerschweiz, Schöllenenschlucht u. Göschenen nach Andermatt, dann zu Fuss über den Oberalppass nach Tschamut u. Diesentis (u. Umgebung), entlang dem Vorderrhein durch die Surselva nach Ilanz ("war nie viel und ist auch jetzt weiter nichts mehr als ein kleines, altes, todtes Steinnest, dem man recht gerne den Rücken kehrt"; 1860, p. 127), Kästris [Castrisch], Valendas u. Versam - Der hier vorliegende 2. Teil schildert die Fortsetzung der Tour von Versam nach Bonaduz, Reichenau, durchs Domleschg, mit Halt in Fürstenau, und, mit einem Abstecher durch das Verlorene Loch in die Viamala mit ihren Brücken, via Thusis, Andeer durch den Schyn nach Tiefencastel, um dann in Mühlen (Mulegns/Molins, an d. Julierroute), der Beschreibung nach wohl im Hotel Löwen-Post Quartier zu beziehen ("Gleich über der Straße, etwas rechts vom Gasthof fällt der Fallerbach unter der Bogenbrücke durch in den Oberhalbsteiner und bildet einen hübschen Wasserfall"). Im BT 1861 schliesst damit Kistlers Reisebericht kommentarlos, obwohl die Tour danach noch vom Engadin über Prättigau, Chur u. Zürich nach Bern zurückführte. - Samuel Sigmund Kistler (1814-1865 Bern), Landschaftsaquarellist. 1842 Posthalter in Aarberg. Freund und Schüler Jacques-Henri Juillerats. In den Berner Ausstellungen 1850-59 mehrmals vertreten (SIKART). - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1851 -, 1851
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 25-49. Lithogr. Front. OBrosch. (schwach lichtrandig, wenig knittrig). Seiten min. knittrig. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft sauberes, recht gutes Exemplar. - - 46. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 69 (Nr. 686); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler. - INHALT von Heft 2 : Kappelerkrieg 1531 (Wirksamkeit und Schicksale der zürcherischen Artillerie); Neu gegossene Geschütze 1534-1598 (Drache, Venus und Saturnus); Geschützbesatzungen 1572-1597; Schiessübungen 1586 und 1600; Zürcherische Zeugherren im sechzehnten Jahrhundert. - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Usteri, lithographiert von Perrin, zeigt einen Zürcher Geschützzug auf dem Weg zur Schlacht bei Kappel. Hauptmann Füssli fand es für notwendig "vorauszureiten, um auf dem Albis für die Aufnahme seiner Leute und Pferde das Erforderliche anzuordnen. Diesen Moment, wo der im Vordergrund zu Pferde stehende [.] Büchsenhauptmann Peter Füessli, nebst seinen Trabanten, im Begriffe steht, voran zu ziehen, noch vorher aber dem neben ihm stehenden Büchsenmeister seine Befehle ertheilt, hat der geschickte Künstler zum Gegenstande seines eben so getreuen, als wohlgelungenen Bildes ausgewählt." (p. 26). In der Fussnote zu diesem Text wird als Künstler Johann Jakob Oeri genannt. Das Frontispiz ist jedoch bezeichnet 'Usteri del.' und 'Perrin lith.' (vgl. Horner, p. 34 mit Fussnote 2) - Peter Füssli (Zürich 1482-1548 Zürich), kath., von Zürich. Glocken- und Stückgiesser, 1512-1521 Reisläuferhauptmann auf Italienzügen. "Obwohl altgläubig gesinnt, befehligte der wegen seiner militärischen Erfahrung unentbehrliche Füssli im 2. Kappelerkrieg 1531 als Artilleriehauptmann die Geschütze der Vorhut und wirkte bei den Friedensverhandlungen mit. Füssli hinterliess [.] eine Darstellung des Kappelerkriegs, vermutlich verfasst, um sich vom Verdacht zu reinigen, in der Schlacht seine Pflicht nicht erfüllt zu haben. Bisher kontrovers eingeschätzt, wird die Quelle in der neueren Forschung günstiger beurteilt" (HLS). - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1851 -, 1851
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 25-49. Lithogr. Front. (sehr sauber). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten etwas stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 46. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 69 (Nr. 686); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler. - INHALT von Heft 2 : Kappelerkrieg 1531 (Wirksamkeit und Schicksale der zürcherischen Artillerie); Neu gegossene Geschütze 1534-1598 (Drache, Venus und Saturnus); Geschützbesatzungen 1572-1597; Schiessübungen 1586 und 1600; Zürcherische Zeugherren im sechzehnten Jahrhundert. - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Usteri, lithographiert von Perrin, zeigt einen Zürcher Geschützzug auf dem Weg zur Schlacht bei Kappel. Hauptmann Füssli fand es für notwendig "vorauszureiten, um auf dem Albis für die Aufnahme seiner Leute und Pferde das Erforderliche anzuordnen. Diesen Moment, wo der im Vordergrund zu Pferde stehende [.] Büchsenhauptmann Peter Füessli, nebst seinen Trabanten, im Begriffe steht, voran zu ziehen, noch vorher aber dem neben ihm stehenden Büchsenmeister seine Befehle ertheilt, hat der geschickte Künstler zum Gegenstande seines eben so getreuen, als wohlgelungenen Bildes ausgewählt." (p. 26). In der Fussnote zu diesem Text wird als Künstler Johann Jakob Oeri genannt. Das Frontispiz ist jedoch bezeichnet 'Usteri del.' und 'Perrin lith.' (vgl. Horner, p. 34 mit Fussnote 2) - Peter Füssli (Zürich 1482-1548 Zürich), kath., von Zürich. Glocken- und Stückgiesser, 1512-1521 Reisläuferhauptmann auf Italienzügen. "Obwohl altgläubig gesinnt, befehligte der wegen seiner militärischen Erfahrung unentbehrliche Füssli im 2. Kappelerkrieg 1531 als Artilleriehauptmann die Geschütze der Vorhut und wirkte bei den Friedensverhandlungen mit. Füssli hinterliess [.] eine Darstellung des Kappelerkriegs, vermutlich verfasst, um sich vom Verdacht zu reinigen, in der Schlacht seine Pflicht nicht erfüllt zu haben. Bisher kontrovers eingeschätzt, wird die Quelle in der neueren Forschung günstiger beurteilt" (HLS). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1858 -, 1858
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 301-348. Lithogr. Front. OBrosch. Leichte Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 53. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 693); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 9 : Zürcherisches Milizwesen (u.a. Militär-Ordonnanz von 1770, Exerzierreglement, Lager bei Rorbas 1781, Seegefecht 1783); Artillerie-Corps (u.a. Neue Artillerie-Ordonnanz von 1775); Feuerwerkergesellschaft 1763-1792; Pulverfabrikation; Geschützgiesserei (Ältere französische Geschütze, Le Valierisches* und Gribeauval'sches* System, Beschluss zur Anschaffung von 100 Gribeauval-Geschützen); Zeughäuser (Inventare etc.); Der Zeitraum von 1762-1792 (Neuenburg, Freiburg, Genf; Französisches Bündnis, Helvetisch-Militärische Gesellschaft, Bernerische Artillerie, Überschwemmung zu Küsnacht; Stein a. Rhein) - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri, lithographiert von Perrin, ein schönes und attraktives Blatt, zeigt das Jubiläumsschiessen in der [Allmend] Brunau vom 19. Juni 1786 zur Zentenarfeier der Gründung der Feuerwerkergesellschaft. Ziel war eine zu diesem Zweck aufgestellte Bauernhaus-Attrappe : "Diesen Moment, wo das hölzerne Gebäude von zahlreichen Brandgeschossen entzündet wird, hat der Künstler [.] ausgewählt [.] Im Vordergrund linker Hand befindet sich [.] eine Gruppe bestehend aus den [.] ersten Theilnehmern an dieser Feyerlichkeit, rechts: Herr Bürgermeister [Johann Heinrich] Ott; zu dessen Linken: Herr Major [Hans Georg] Finsler, neben demselben: Herr Raths- und Bauherr [Hans od. Johann Jakob] Scheuchzer, sodann Junker Rathsherr [Caspar] Meyer von Knonau und der als Gast eingeladene Herr Major [ev. J. J. A. R. F. S.] von Sonnenberg von Lucern." (p. 324 mit Fussnoten 38-42) - * Es gab zwei französische Artilleristen dieses Namens, Vater und Sohn: Jean Florent (1667-1759) und Joseph Florent de Vallière (1717-1776). De Vallière sen. "fut le premier inspecteur général de l'artillerie et, par la réforme de 1732, régla les dimensions des canons, qui furent classés en cinq calibres (4, 9, 12, 16 et 24 livres)." (Grd. Larousse enc. 10, 1964) / Jean-Baptiste Vaquette de Gribeauval (1715-1789) war ebenfalls ein französischer General der Artillerie: Il "réorganisa cette arme, qu'il allégea et rendit mobile, perfectionna les arsenaux et mit en service de nouveaux canons de son invention. Grâce à ses réformes, l'artillerie française était, en 1789, la meilleure d'Europe; le matériel Gribeauval fit toutes les campagnes de la Révolution et de l'Empire." (op. cit., 5, 1962). - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1855 -, 1855
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 159-205. 1 wohl gest. Tafel (papierbedingte leichtere Bräunungen/Stockflecken, verso mehr, in der Darstellung wenig störend). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten wenig stockfleckig. Leichtere Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - 50. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 690); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 6 : Pulverfabrikation; Geschützgiesserei (Füessli/Füssli, Lindau, Zunftkanonen, ausführlich und detailliert pp. 162-173); Die Zeughäuser (Gebäude und gelagerte Waffen, mit detaillierten Angaben zu: Feldhof, In Gassen, Venetianisches Zeughaus, Leuenhof); Die Feuerwerker-Gesellschaft 1701-1711; Die zürcherischen Artilleristen im siebzehnten Jahrhundert (Zeugherren, Geschützgiesser, General-Lieutenant J. L. von Zollikofer*, Artillerie-Offiziere, Feldzeugmeister Johann Georg Werdmüller). - Die sehr fein gestochene Tafel von R. Denzler ('Sculp.t') nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri, wird im Text als 'Neujahrskupfer' bezeichnet (p. 195), was wegen des schwereren Papiers (Kupferdruckpapier) und trotz des fehlenden Randes der Druckplatte durchaus möglich ist. Horner (p. 34) spricht etwas gar pauschal von 'lithographischen Tafeln'. Jedenfalls war der Zürcher Hans Rudolf Denzler (1801-1857) Kupferstecher ("Aquarell und Zeichnung; Ansichten aus dem Kanton Zürich, Illustrationen zu Neujahrsblättern"; SIKART). Das Sujet zeigt eine Innenansicht des Saales der Feuerwerkergesellschaft im Leuenhof. "In diesem Saale erblicken wir die HHerren [sic] Burgermeister Andreas Meyer und David Holzhalb, beyde in voller Amtskleidung [.] und mit goldenen Ketten decoriert; den Erstern, wie er den Blick aufwärts nach der Decke richtet, den Letztern, wie er die erläuternden Bemerkungen des Herr Zeugherr Werdmüller aufmerksam anhört" (etc., p. 195 f.) - "Der Leuenhof, In Gassen 10 und 12, bestand aus dem Hauptgebäude und den Nebengebäuden, die unterhalb der Westseite der Peterskirche einen Hof umschlossen. [.] Das Hauptgebäude erhob sich mit Erd- und zwei Obergeschossen. [.] Der als Versammlungslokal der Kollegianten dienende getäferte Saal im ersten Geschoss erhielt 1709/10 eine Stuckdecke mit militärischen Motiven [.]. [.] Im zweiten Geschoss: Waffensaal. [.] Seit 1869 befindet sich das Haus in Privatbesitz. [.] An dessen Stelle das Hotel St. Peter, eröffnet 1932." (K. Escher, Kunstdenkmäler Kt. Zürich. Bd. IV: Die Stadt Zürich. 1. Teil. Basel 1939, p. 396). - *Johann (Hans) Ludwig Zollikofer (1595-1633 Zürich), von St. Gallen, der jedoch "unserm Zürcherischen Artillerie-Corps nicht angehört" (p. 201), wird näher vorgestellt, da "sein einst auch bey uns adoptiertes Geschützsystem bedeutend an Interesse gewinnt" (ibid.; HBLS: "erfand für Zürich eine neue Form der Feldstücke", die sog. ?Zollikoferstücke?). - Die Spezifikationen seiner Neuerungen sollten leichtere Geschütze ermöglichen, indem v.a. das Verhältnis von Kaliber und Rohrlänge, welches für Schussweite und Gewicht eines Geschützes bestimmend ist, optimiert werden sollte: "Die Zollikofer-Stücke hingegen verdienen in sofern noch einer besondern Beachtung, als solche gewissermaßen als eine Art Vorbild zu unsern neuern Feldgeschützen zu betrachten sind. [.] Vermuthlich war es diese Voraussetzung, welche der Erfindung des Herrn Oberst von Zollikofer zum Grunde liegt, die in Zürich so guten Anklang fand [.]. Nach der einzigen dem Verfasser hierüber bekannten einläßlichen Angabe waren diese Zollikofer-Canonen ungefähr 15 Caliber lange Kammerstücke, mit doppelten Pulverkammern" (etc.; Nüscheler p. 182 f.; ab p. 181 in Auszügen dokumentiert aus dem zweiten 'Arkeley-Buch' i.e. Geschützbuch von 1721). - "Wie es noch andern im Auslande hochgeachteten Männern erging, so erging es auch diesem: man bekümmerte sich später im Vaterlande wenig um ihn." (p. 182, Fussnote 87). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1864 -, 1864
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 595-645. 1 lithogr. Tafel (auf chamois-getöntem, schwerem Papier). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Wenig Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gutes Exemplar. - - 59. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 71 (Nr. 699); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 15 : Vom 14. Oktober 1809 bis 1. März 1815 (u.a. Offiziere und Veränderungen im Offizierskorps, Landung zu Küsnacht, Die Zeiten des französischen Übergewichts, Das Kontinentalsystem, Artillerie der französischen Schweizerregimenter, Russischer Feldzug 1812, Schlachten bei Smolensk, Borodino, Polotzk und an der Beresina; Eröffnung der Tagsatzung vom 7. Juni 1813, Schlachten bei Leipzig, Hanau und Treffen beim Görderwald, Grenzbesetzung in Graubünden, Räumung des Kantons Tessin, Ursachen der Nichtanerkennung und der Nichtbehauptung der Neutralität, Truppendurchmärsche, Das Nervenfieber, Militärspitäler, Die Schweizerregimenter in den Niederlanden [in Holland, holländischen Diensten], Die Eidgenossenschaft nach Aufhebung der Vermittlungsakte [Mediationsakte, Acte de Médiation], Zug nach Graubünden, nach Genf und Sargans, Artillerielehrer, Mutationen im Offizierskorps bis zum 1. März 1815) - Die fein gestochene Tafel (unbez.), lithographiert wohl nach einer Zeichnung von Johann Conrad Werdmüller (s. Horner p. 34), zeigt eine Szene aus dem für die Sukkursartillerie organisierten Lager vom 17. und 18. August 1812 : "Dieses Artillerielager ist [.] von der Sihl her gegen das Muggenbühl betrachtet. [.] Im Vordergrunde befindet sich Rechts eine, wegen erforderlicher Ausbesserung, aus der Linie zurückgezogene Achtpfünder-Canone, zu deren Bespannung ein Trainsoldat mit 2 Pferden heranreitet und ein Canonier die Anwage herbeiträgt. [. An] einem Feldtische sitzend, befindet sich der Commandant des Lagers: Herr Hauptmann Reinacher [etc.]. [.] Im Hintergrunde sieht man die jetzt noch vorhandene dunkelrothe Scheune, die theilweise mit Bäumen bepflanzte Anhöhe und Wirthschaft des Muggenbühls und zu äusserst Links, über den Rand dieser Anhöhe hin, die zu der Grundbesitzung der Asp gehörende Scheune." (p. 618). In der linken unteren Bildecke ein Materialkarren mit Schanzwerkzeug und Soldaten beim Abladen. -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Language: German
Published by Zürich, «Dr. J. Weiss, Affoltern a. A.», 1951
First Edition
Brosch. Gr.8°, 238 S. Einband etw. fleckig, Kopfschnitt etw. fleckig, etw. wellig u. gebrauchsspurig, 1 Lage gebräunt. EA. (= Zürcher Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Bd. 10). - David Nüscheler (geb. 1792, Zürich, gest. 1871, ebd.): «Lateinschule, Collegium humanitatis, Polit. Institut, Mathematik- und Festungsbaukurs. Kaufmann im Baumwollhandel. Ab 1815 Offizier im Generalstab. 1819 Geniekurs Thun. 1819-24 Instruktionsoffizier, 1829 Major, 1831 Oberstleutnant. 1829-37 Zürcher Stadtrat (Bauherr), 1830-34, 1839-45 und 1859-66 Grossrat. 1832 schied der ultrakonservative N. aus dem Militär aus, weil er sich weigerte, den Eid auf die kant. Verfassung zu leisten. Er entwarf 1845 und 1846 im Auftrag des Sonderbunds Verteidigungspläne gegen die Freischarenzüge. Als strenggläubiger Protestant sah er in den Katholiken ein Bollwerk gegen Liberalismus und Radikalismus. Er betätigte sich auch als (Militär-)Historiker und Publizist. 1818-71 Sekr. der Mathemat.-militär. Gesellschaft Zürich, Mitglied der Allg. Geschichtforschenden Gesellschaft der Schweiz» (HLS).
Published by [Zürich 1838] -, 1838
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
8°. 15 SS. 1 gest. Planansicht (Front.), 1 gest. u. alt kolorierte Kopfvignette. Druck auf Bütten. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg., Vorderdeckel marginal etwas stockfleckig). Leichtere Alters- u. Lagerungs-, kaum eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft gutes Exemplar. - - 33. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 938 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 68 (Nr. 673); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - Besprochen werden u.a. der Plappart-Krieg von 1458, ein etwas seltsamer Kriegszug von Luzernern auf Konstanz (diese "sonderbare Fehde beweist, wie wenig es bedurfte, um die Schweizer jener Zeit unter die Waffen zu bringen [.]. Die wichtigste Folge [.] war Rapperschweils Uebergang zu den Eidsgenossen", p. 4), die Belagerung von Winterthur Ende 1460 (mit genauen technischen Anmerkungen zu den Geschützen der belagernden Zürcher Truppen anhand der Vignette), der Mülhauser-Krieg 1467/1468, sowie die Belagerung von Waldshut 1468. - Attraktive Titelvignette von Franz Hegi in Aquatinta, in kräftigen Farben sorgfältig und detailreich koloriert (Appenzeller Nr. 1010; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV): 'Die Belagerung von Winterthur, 1460':"Hinter Schanzkörben stehen links zwei und rechts eine dritte Kanone, dazwischen vier Krieger in ihrer damaligen Rüstung und Bewaffnung, sowie ein Pferd. Es soll dies eine Szene aus den gegen Winterthur auf dem Heiligenberg getroffenen Belagerungsanstalten sein, zeigt aber mehr das Geschützwesen jener Zeit, da jede Andeutung auf die Oertlichkeit fehlt." (App.). Die Krieger in sehr unterschiedlicher Ausrüstung (Vollharnisch, Kettenhemd, etc.) resp. Helmtypen (Schallern, Geschlossener Helm od. Visierhelm, Barbuta, bzw. spitze Beckenhaube mit seitlichen Dornenplatten od. Backendornen) - Detailliert gestochener, durch feine Stichelarbeit differenziert strukturierter Plan in Kupferstich (anon.) der Stadt (Alt-) Winterthur mit Umgebung, umfassend das Gebiet der Strasse von/nach Wülflingen und Veltheim NW bzw. Schaffhausen, Strasse nach St. Gallen NO, Weiler 'in der Schleife' O, südlich oberhalb der Stadt das Chorherrenstift Heiligenberg, Bühl und Sonnenberg, sowie (Hof?) Metteli S und Strasse von Zürich W -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann v.a. von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1858 -, 1858
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. pp. 301-348. 1 lithogr. Tafel (sehr sauber). Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Leichte Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gesamthaft bemerkenswert gutes Exemplar. - - 53. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 70 (Nr. 693); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler - INHALT von Heft 9 : Zürcherisches Milizwesen (u.a. Militär-Ordonnanz von 1770, Exerzierreglement, Lager bei Rorbas 1781, Seegefecht 1783); Artillerie-Corps (u.a. Neue Artillerie-Ordonnanz von 1775); Feuerwerkergesellschaft 1763-1792; Pulverfabrikation; Geschützgiesserei (Ältere französische Geschütze, Le Valierisches* und Gribeauval'sches* System, Beschluss zur Anschaffung von 100 Gribeauval-Geschützen); Zeughäuser (Inventare etc.); Der Zeitraum von 1762-1792 (Neuenburg, Freiburg, Genf; Französisches Bündnis, Helvetisch-Militärische Gesellschaft, Bernerische Artillerie, Überschwemmung zu Küsnacht; Stein a. Rhein) - Die sehr fein gestochene Tafel nach einer Zeichnung von Johann Jakob Oeri, lithogr. von Perrin, ein schönes und attraktives Blatt, zeigt das Jubiläumsschiessen in der [Allmend] Brunau vom 19. Juni 1786 zur Zentenarfeier der Gründung der Feuerwerkergesellschaft. Ziel war eine zu diesem Zweck aufgestellte Bauernhaus-Attrappe : "Diesen Moment, wo das hölzerne Gebäude von zahlreichen Brandgeschossen entzündet wird, hat der Künstler [.] ausgewählt [.] Im Vordergrund linker Hand befindet sich [.] eine Gruppe bestehend aus den [.] ersten Theilnehmern an dieser Feyerlichkeit, rechts: Herr Bürgermeister [Johann Heinrich] Ott; zu dessen Linken: Herr Major [Hans Georg] Finsler, neben demselben: Herr Raths- und Bauherr [Hans od. Johann Jakob] Scheuchzer, sodann Junker Rathsherr [Caspar] Meyer von Knonau und der als Gast eingeladene Herr Major [ev. J. J. A. R. F. S.] von Sonnenberg von Lucern." (p. 324 mit Fussnoten 38-42) - * Es gab zwei französische Artilleristen dieses Namens, Vater und Sohn: Jean Florent (1667-1759) und Joseph Florent de Vallière (1717-1776). De Vallière sen. "fut le premier inspecteur général de l'artillerie et, par la réforme de 1732, régla les dimensions des canons, qui furent classés en cinq calibres (4, 9, 12, 16 et 24 livres)." (Grd. Larousse enc. 10, 1964) / Jean-Baptiste Vaquette de Gribeauval (1715-1789) war ebenfalls ein französischer General der Artillerie: Il "réorganisa cette arme, qu'il allégea et rendit mobile, perfectionna les arsenaux et mit en service de nouveaux canons de son invention. Grâce à ses réformes, l'artillerie française était, en 1789, la meilleure d'Europe; le matériel Gribeauval fit toutes les campagnes de la Révolution et de l'Empire." (op. cit., 5, 1962). -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by Zürich, Druck von Orell, Füssli und Comp. 1850 -, 1850
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4°. 23 SS. Gest. u. alt koloriertes, partiell mit Eiweiss gehöhtes Front., bzw. als s/w Tafel (diese in den Stegen etwas stockfleckig, Darstellung nicht tangiert) zusätzlich eingebunden. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten marginal unterschiedlich etwas stockfleckig. Etwas Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitgehend sauberes, sehr ordentliches Exemplar. - - 45. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Horner pp. 33-36; Rohr [Fries] p. 69 (Nr. 685); Barth 25902 (Nüscheler, Zürcher Artillerie, 1850-1869); ebenso Brandstetter I, p. 290 - Im Anschluss an die 'Schweizerische Kriegsgeschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts', erschienen von 1806 bis 1849, brachten die Hefte 45-64 (1850-1869) als neue Serie die 'Geschichte der zürcherischen Artillerie', verfasst von David Nüscheler. - INHALT von Heft 1 : Entwicklung des Schiesspulvers; Frühe Fernwaffen (Wurfzeuge); Entwicklung der Feuergeschütze (Riesengeschütze, Lafetten, Mörser, Haubitzen, Geschosse, Kugeln, Bomben und Grananten); Geschützpersonal; Schiesspulver und Feuergeschütze in der Schweiz; Erste Spuren Zürcherischer Feuerwaffen; Zeughäuser in Zürich; Zeughaus Winterthur, bzw. auf der Landschaft, zu Regensberg, Eglisau, Kiburg, Grüningen, Greifensee und Wädenswil; Pulvermühlen und Pulvermagazine in Zürich und Winterthur; Füessli?sche Geschützgiesserei [Füssli] in Zürich, Zürcherische Zeugherren im fünfzehnten Jahrhundert. - Das Frontispiz von Franz Hegi in Aquatinta, in kräftigen Farben sorgfältig und detailreich koloriert (die selbe Tafel in s/w-Aquatinta ist quasi als Doppel mit eingebunden; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV) : 'Die Belagerung der Feste Freudenberg bei Ragaz' (Appenzeller 1033; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV) : "Grosse Belagerungsszene in einer Gebrigslandschaft mit dem Falknis im Hintergrunde, links die Burg. Im Mittelgrunde links operieren die Mannschaften mit drei Geschützen hinter Bohlenschirmen, rechts wird die grosse Zürcher Karthaune gerichtet. Im Vordergrunde reitet Bürgermeister Stüssi mit Gefolge dem rechts stehenden kommandierenden Feldzeugmeister entgegen. (Dieses erste Kupfer für die neue Serie [.] war Hegis letzte gestochene Arbeit)." (App.). Hegi verstarb am 4.3.1850 in Zürich. -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1846] -, 1846
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
8°. 15 SS. 1 lithogr. Planansicht (Front.), 1 gest. u. alt kolorierte Kopfvignette. Druck auf Bütten. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten marginal etwas (stock-, finger-, ev. leim-) fleckig (Text u. Darstellungen nicht tangiert). Etwas Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - 41. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 1029 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 69 (Nr. 681); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - "Die Schlacht bei Giornico von 1478 steht im Kontext der Ennetbirgischen Feldzüge der Eidgenossen im 15. Jahrhundert, die ihre Expansionspolitik ins südliche Alpenvorland trotz Rückschlägen vorantrieben. Ausgelöst wurden die kriegerischen Handlungen durch die Weigerung des Herzogs Galeazzo Maria Sforza von Mailand, die 1466 den Urnern zugesprochene Leventina abzutreten. [.] Diese Schlacht ist im Tessin unter dem Namen 'battaglia dei Sassi grossi' bekannt. Nach der militärischen Niederlage bei Giornico verzichtete Mailand auf die Leventina, die wieder unter Urner Herrschaft kam, während Bellinzona bei Mailand verblieb. 1487 anerkannte schliesslich das Domkapitel von Mailand die neuen Herrschaftsverhältnisse." (HLS) - Titelvignette von Franz Hegi in Aquatinta, in kräftigen Farben sorgfältig und detailreich koloriert (Appenzeller Nr. 1018; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV) : 'Die Schlacht bei Giornico, 1478': "Das mailändische Kriegsvolk, im Begriffe gegen die schweizerische Grenzwehre anzustürmen, wird durch Steine und Felsstücke, welche die Schweizer von der Anhöhe links herabrollen, nach dem mit Eis bedeckten Tessinflusse gedrängt, wo viele den Tod finden. Rechts im Hintergrunde rückt das mailändische Fussvolk nach." (App.). Die teilweise berittenen Mailändischen in Voll- und Halbharnischen mit unterschiedlichen Helmen (Barbuta, od. Schallern, Geschlossener Helm od. Visierhelm, Beckenhaube etc.) sowie Schilden mit dem Wappen der Visconti (sechsmal gekrümmte blaue Schlange, die ein Kind verschlingt), die Pferde mit Rossstirnen und bunt gemusterten Schabracken. - Detaillierte u. durch Schraffur modellierte Plankarte (bez. 'Müllhaupt sc.') in W-O-Ausrichtung, die Darstellung im geogr. Verlauf NO-SW der gebirgigen Region von Giornico mit Umgebung, umfassend die Leventina von Rodio und Dazio Grande NO, Mola N (bzw. W), Ludiano O (bzw. SSW), Poleggio u. Biasca SW, Chironico N (bzw. W) -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann vor allem von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1847-1848] -, 1847
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
2 Hefte. 8°. 24 u. 22 SS. Je 1 lithogr. Planansicht (Front.; davon 1 teilkoloriert), je 1 gest. u. alt kolorierte, partiell mit Eiweiss gehöhte Kopfvignette. Druck auf Bütten. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.; Vorderdeckel marginal unterschiedlich etwas stockfleckig). Seiten marginal etwas (stock-, finger-, ev. leim-) fleckig (Text und Vignetten nicht tangiert), Planbll. unterschiedlich etwas gebräunt u. stockfleckig (v.a. marginal, H. 1847 wenig, H. 1848 mehr, in der Darstellung jedoch kaum störend). Etwas Alters- u. Lagerungs-, weniger eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft sehr ordentliche bis recht gute Exemplare. - - 42. u. 43. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 1126 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 69 (Nr. 682 u. 683); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - "Die Schlacht bei Dornach brachte am 22.7.1499 die endgültige Entscheidung im Schweizer- bzw. Schwabenkrieg. König Maximilian I. befahl seinem Oberhofmeister Graf Heinrich von Fürstenberg, die Festung Dorneck, die in den Händen von Solothurn lag, anzugreifen. [.] Ein Heer aus Berner, Zürcher, Luzerner, Zuger und Solothurner Truppen schlug in einem Überraschungsangriff das österreichische Heer vernichtend. [.] Maximilian I. war gezwungen, mit den Eidgenossen noch im gleichen Jahr Frieden zu schliessen (Frieden von Basel). Damit wurde die einsetzende kulturelle und rechtliche, eigenständige Entwicklung der Eidgenossenschaft formell bestätigt." (HLS) - Titelvignetten von Franz Hegi in Aquatinta, in kräftigen Farben sorgfältig und detailreich koloriert (Appenzeller Nr. 1019 u. 1020; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV): 'Auszug der Besatzung aus Thiengen [Tiengen[, 1499?', bzw. 'Kaspar Göldlin nach der Schlacht bei Dornach, 1499' : "Aus dem Stadttore rechts schreitet die schwäbische Besatzung barfuss, in blossen Hemden, mit einem Stäblein in der einen und einem Stück Brot in der andern Hand mitten durch die Reihen der links und rechts stehenden [meist feixenden] Eidgenossen." Bzw.: "Der verwundete Heinrich Rahn überbringt [Kaspar Göldlin] die eroberte Strassburgerfahne. Links im Hintergrunde steht, von Schweizern umgeben, die erbeutete, gewaltige Hauptkanone Kätherli von Ensisheim." (App.) - Detaillierte Karten mit Geländeschraffuren (bez. 'Müllhaupt sc.'): 'Kriegs-Schauplatz im Schwaben-Krieg bis 20. Aprill. 1499', umfassend das südöstliche Gebiet vom Bodensee mit Bregenz und Rheineck, Altstätten, Hohenems, Werdenberg, Feldkirch, Bludenz, Maienfeld und Bündner Herrschaft, Schruns, Gaschurn bis Prättigau und Chur; bzw. 'Schlacht bey Dornach 1499' : Region Aesch und Arlesheim, mit Schlatthof W, Reinach NW, Gempen O, Duggingen S -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann vor allem von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1834-1837] -, 1834
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
4 Hefte. 8°. 16 u. 15 u. 12 u. 15 SS. Je 1 gest. Planansicht (Front.; 3 teilkoloriert), je 1 gest. Kopfvignette (3 alt koloriert). Druck auf Bütten. Alls. Rotschnitt. OBrosch. (Rückendeckel in hellem Büttenpapier erg.). Seiten gelegentlich marginal etwas stockfleckig (eher blass und wenig störend). Leichtere Alters- u. Lagerungs-, kaum eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft gute Exemplare. - - 29., 30., 31. u. 32. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel nach Heft 44/1849, Untertitel nach Barth 901 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) und p. 67 (Nrn. 669-672); Barth 25576 für die 44 Hefte von 1806-1849; ebenso Brandstetter I, p. 289 - "Der Begriff Alter Zürichkrieg bezeichnet eine Abfolge von Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen, die im Zeitraum 1436-1450 im Wesentlichen zwischen den eidgenössischen Orten Zürich und Schwyz sowie der Herrschaft Österreich ausgetragen wurden. Die im Laufe der Zeit wechselnden Koalitionen und Gegnerschaften, die unterschiedliche Intensität und die z.T. weit auseinander liegenden Orte des Kriegsgeschehens verlangen nach einer differenzierten Betrachtungsweise. [.] Die Entlastung für Zürich kam mit dem Aufmarsch der Armagnaken im Westen. In der Schlacht bei Sankt Jakob an der Birs erlitten die Eidgnossen zwar eine vernichtende Niederlage, doch das von der Zivilbevölkerung gefürchtete französische Söldnerheer war gestoppt. [.] Mit einer Koalition deutscher Fürsten konnte Albrecht einige Erfolge gegen die Eidgenossen erzielen, jedoch keine Wende herbeiführen. Wegen Erschöpfung beider Kriegsparteien kam es im Frühjahr 1446 zu einem vorläufigen, 1450 zum definitiven Friedensschluss. Zürich erhielt mit Ausnahme der Höfe seine Landschaft zurück, musste jedoch den Bund mit Österreich lösen. Im Ergebnis führte der Alte Zürichkrieg entgegen mancher ursprünglichen Intentionen zu einer Festigung der politischen Verhältnisse im schweizerischen Raum und insbesonders der Eidgenossenschaft." (HLS) -- Titelvignetten von Franz Hegi in Aquatinta, 1834 s/w, 1835 u. 1836 in zarten, 1837 in kräftigeren Farben sorgfältig und detailreich koloriert (Appenzeller Nrn. 1006-1009; zu den kolorierten Aquatinten Hegis s. App. p. XV) : 1. s/w 'Rudolf Stüssi in der Schlacht bei St. Jakob an der Sihl, 1443', 2. 'Die Gedächtniskapelle des Mordes bei Greifensee, 1444', 3. 'Das Schlachtfeld bei St. Jakob an der Birs, 1444', 4. 'Landammann Fries von Uri auf dem See in Meilen, 1444' - Die Vignetten von 1835 (Greifensee) u. 1836 (St. Jakob) als hübsche Veduten: "Auf der Seufzerbrücke zu Nänikon steht links die Kapelle mit spitzem Glockentürmchen, rechts schliesst sich eine Umzäunung daran, in welcher sich drei hohe Kreuze befinden, bei welchen mehrere Personen knieend ihre Andacht verrichten", bzw. "In der Mitte liegt das Krankenhaus mit der Kirche, davor sieht man die Birs mit vielen Inseln und Kiesbänken. Im Vordergrunde links geht ein beladener Mann auf dem Wege nach der Anhöhe, auf welcher die Kapelle steht. Im Hintergrunde erblickt man noch einige Häuser der Stadt Basel und das Münster." (App.) - Detaillierte, fein gestochene (davon 3 teilkolorierte: 1835-37 mit Gewässer u. Belagerungs- od. Gefechtspositionen) Karten u. Pläne in Kupferradierung: 1. 'Das Schlachtfeld bey St. Jakob an der Sihl d. 22. July 1443' (die Stadt Zürich am unteren, Altstetten u. Albisrieden am oberen Rand), 2. 'Belagerung der Stadt Zürich im Jahr 1444' (Stadtplan), 3. 'Die Schlacht bey St. Jacob an der Birs, 26 August 1444' (Gebiet zwischen Rhein u. Birs, von der Stadt Basel bis ins Gebiet südlich von St. Jakob u. Brüglingen), 4. 'Carte des Rhein-Thales bey Sargans und Ragatz' (Gebiet des Rheintales von Maienfeld N, Pfäfers NO, Vilters SO, Sargans und Mels S, Trübbach SW, mit den farbig akzentuierten Positionen im Süden von Ragaz). Die Pläne von 1834 u. 1837 sind bezeichnet 'J. J. Goll del. et sc.' -- Mit der Helvetik (Helvetische Republik, Verfassung) löste sich 1798 die Vorgängergesellschaft der Feuerwerker, das 'Artillerie-Collegium', auf. Für die 1804 als Nachfolgerin konstituierte Gesellschaft verfasste Johann Martin Usteri ab Heft 1 von 1806 bis Heft 22 von 1827 "wirklich im Zusammenhange eine 'Schweizerische Kriegs-Geschichte bis an das Ende des XV. Jahrhunderts'." (Horner, p. 32). Fortgesetzt wurde diese thematische Serie dann vor allem von David Nüscheler (Hefte 1829-1849) - "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen, wenn möglich, noch mehr bleibende achtungsvolle Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne, welche nach dem 1834 erfolgten Tode des Zeugherrn [David] Breitinger meistens von Ingenieur Oberst Heinrich Pestalozzi entweder selbst gezeichnet oder wenigstens besorgt worden sind, durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die jedes Mal über der ersten Textseite angebrachten Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.) -- Provenienz: Ex Sammlung Robert Frick, Zürich. - Sprache: de.
Published by [Zürich 1839-1845] -, 1839
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
7 Hefte. Gr.-8°. 19 u. 17 u. 22 u. 18 u. 18 u. 16 u. 15 SS. Je 1 gest. teilkolorierte Planansicht (Front.; davon 1 Faltplan), je 1 gest. Kopfvignette (in H. 1841 alt koloriert). Druck auf Bütten. OBrosch. (unterschiedlich min. knittrig, einzelne kleine Randläsuren). Seiten unterschiedlich etwas knittrig u. stockfleckig, wenige, eher unbedeutende Randläsuren. Etwas Alters-, Lagerungs- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitgehend saubere, sehr ordentliche Exemplare. - - 34.-40. Neujahrsblatt hsgg. von der Feuerwerker-Gesellschaft - Reihentitel n. H. 44/1849, Untertitel n. Barth 1022 - Horner pp. 31-33; Rohr [Fries] p. 63 (allg.) u. p. 68 f. (Nrn. 674-680); Barth 25576 (44 H. 1806-1849); Brandstetter I, p. 289 - TITELVIGNETTEN von Franz Hegi in Aquatinta, (Appenzeller Nrn. 1011-1017) : 1. Der Bote der Eidgenossen an den Herzog von Burgund, 1474; 2. Das Schloss Les Clées im Orbetal, erobert von den Eidgenossen 1475; 3. (koloriert) Der Ritterschlag im Lager von Grandson, 1476; 4. Auszug Adrians von Bubenberg nach Murten, 1476; 5. Hans von Hallwyl in der Schlacht bei Murten, 1476; 6. Herzog Renatus von Lothringen und Hans Waldmann bei Basel, 1476; 7. Hzg. Renatus an der Leiche Karls des Kühnen, 1477. - Detaillierte, farbig akzentuierte KARTEN in Lithographie (1839, 1840, 1845) bzw. Kupferstich : 1. Hochburgund (Gebiet zw. Delémont N, Neuenburg O, Pontarlier S u. Clerval W), 2. Gebiet zw. Neuenburger- und Genfersee (mit Thun N, Gstaad O, Rolle S, Grandson u. Neuchâtel W), 3. Schlacht bei 'Granson', 2. März 1476 (Neuenburgersee mit Grandson und Umgebung), 4. Kriegs-Schauplatz vom 1. bis 21. Juni 1476 (Seengebiet von Neuenburger-, Bieler- u. Murtensee mit Kalnach N, Laupen O, Payerne S, Cudrefin W), 5. Schlacht bei Murten 22. Juni 1476 (Faltkarte: Gebiet westlich des Murtensees mit Domdidier N, Murten O, Marfeldingen S am Zusammenfluss von Aare u. Saane, sowie Crissier u. Wallenried W), 6. Kriegs-Schauplatz von Ende Juni 1476 bis zum 4 Jan. 1477 (Elsass-Franche Comté mit Metz NW, Kaiserslautern NO, Offenburg O, Basel SO, Besançon SW, Toul u. Nancy W), 7. Schlacht bei Nancy 5. Januar 1477 (mit Nancy N, Tombloine u. St. Marguerite O, Haudemont SW, Vandoeuvre WSW, Bathelemont NW). Die Karten von 1841-1845 sind bezeichnet 'Müllhaupt sc.', 1839 u. 1840 lithogr. von Schweizer u. Grimminger in Zürich, bzw. von Grimminger. -- Thema der 7 Hefte sind die sog. Burgunderkriege 1474-1477, mit den entscheidenden Schlachten in der Region des Berner Seelandes und in Lothringen: "Karl der Kühne wurde zuerst nach der Belagerung von Grandson in der Schlacht bei Grandson (2.3.1476) in die Flucht geschlagen und verlor seine gesamte kostbare Habe. Auch die Revanche durch die Belagerung von Murten misslang ihm; sein Söldnerheer wurde in der Schlacht bei Murten (22.6.1476) aufgerieben. Den dritten Versuch bezahlte Karl der Kühne mit dem Leben; Unbekannte erschlugen ihn nach der Schlacht bei Nancy (5.1.1477), in welcher die Eidgenossen dem verbündeten Herzog von Lothringen zu Hilfe geeilt waren." (HLS) - Karl war im Prinzip den Eidgenossen gutgesinnt. Durch eine Verknüpfung von Umständen stand er in einer Schutzverpflichtung zum österr. Herzog Sigismund von Habsburg, dem die Eidgenossen immer wieder zu schaffen machten. Und er selbst wurde arg provoziert durch Übergriffe von Bern in der Waadt, die dem mit Burgund verbündeten Savoyen gehörte. Zudem eroberten die Oberwalliser mit ihren Verbündeten das ebenfalls savoyische Unterwallis. "Als der burgundische Herzog seinerseits als Vergeltung für die Waadtzüge Anfang 1476 gegen Freiburg und Bern ins Feld zog, eilten im letzten Moment die eidgenössischen und elsässischen Verbündeten zu Hilfe." (ibid.). - Dieser Krieg zeitigte bis dahin unbekannte Folgen : "Schwerwiegend waren die Auswirkungen der Burgunderkriege auf das eidgenössische Sozialgefüge. Die Siege von Grandson und Murten veranlassten die Fürsten Europas, die erfolgreichen Eidgenossen als Söldner für sich zu gewinnen. [.] Die 'Chronik der Stadt Zürich' hält lapidar fest: 'Und kam vil geltz in das lant'. [.] Bereits der Berner Diebold Schilling der Ältere verfluchte das 'boess und verfluechte roupguot' der Burgunderbeute, welches die bestehende Ordnung verändert habe. [.] Die Erfolge der Krieg führenden Städte veränderten auch das Kräftegleichgewicht zwischen Städte- und Länderorten. [.] Gegen das Überwiegen der Städte wehrten sich aber die innern Orte. Gleichzeitig machte sich die Unzufriedenheit mit der Politik der Städte in Aufständen Luft (Saubannerzug 1477, Amstaldenhandel 1478). Die Krise verschärfte sich durch das ewige Burgrecht der eidg. Städte samt Solothurn und Freiburg am 23.5.1477. Sie konnte erst durch das Stanser Verkommnis [22.12.1481] gelöst werden." (ibid.; vgl. E. Gagliardi, Gesch. Bd. 1, 1934, p. 369 ff.; zur Burgunderbeute s. Ausstellungskatalog Bern. Hist. Museum 1969). -- "So werthvoll nun diese Texte [.] sind, [.] so verdienen doch die künstlerischen Beilagen [.] noch mehr [.] Würdigung. Erstlich zeichnen sich die Karten und Pläne [.] durch grösste Sauberkeit und Brauchbarkeit aus; vorzüglich sind die Pläne von Städten und ihren Umgebungen [.], oder diejenigen von einzelnen Schlachtfeldern [.]. Aber höher stehen die [.] Vignetten, deren sechs erste Usteri zeichnete, während alle späteren von Hegi nicht nur ausgeführt, sondern auch erfunden sind. Auch hier zeigen sich wieder diese beiden Künstler als die vorzüglichsten Kenner des mittelalterlichen Kriegswesens und der Costüme dieser Zeit, als Meister einer unerreichbar feinen Ausführung, die auch nach der Seite der künstlerischen Composition oft ganz vollendet ist." (Horner, p. 32 f.). - Sprache: de.